Zentrum für Zahnmedizin steht in Startlöchern

Von: Monika Baltes
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Startschuss für ein zahnmedizinisches Zentrum (Grafik). Bürgermeister Michael Stock übergab übergab den Schlüssel zum ehemaligen Grundschulgebäude in Klinkum an den Bauherrn (kleines Bild). Foto: Monika Baltes, Grafik: Büro Gronau Foto: Monika Baltes, Grafik: Büro Gronau

Wegberg-Klinkum. Ein alter Schlüssel wechselte den Besitzer. Bürgermeister Michael Stock (SPD) übergab den Schlüssel zur ehemaligen Grundschule Klinkum vor Ort an den Bauherrn Olaf Hamacher, der auf dem Gelände ein zahnmedizinisches Zentrum errichten will.

Seit 20 Jahren arbeitet Olaf Hamacher als Zahnarzt in Wegberg. „Ich kenne die Schwierigkeiten und den Termindruck, wenn Zahnbehandlungen das Aufsuchen von Fachärzten und Kliniken nötig machen“, sagt er.

Ein breites Spektrum zahnmedizinischer Behandlungen will er in seinem Zentrum an einem „verkehrstechnisch günstig gelegenen Ort“ zusammenfassen. Moderne Behandlungsräume, ausgestattet mit neuester Technologie, werden hier entstehen. Anmeldung, Wartezimmer und sanitäre Einrichtungen werden in einem vom eigentlichen Behandlungstrakt separierten Gebäudetrakt ihren Platz finden. Alle Räume sollen barrierefrei zu erreichen sein. Auf dem Areal hinter der Praxis soll ein großzügiger Parkplatz mit 20 Parkplätzen angelegt werden, außerdem soll es eine Aufladesäule für Elektrofahrzeuge geben.

Drei Zahnärzte und zwei Fachärzte für Oralchirurgie und Kieferorthopädie sollen in der Praxis arbeiten, unterstützt von einem Team von zehn zahnmedizinischen Fachangestellten. Aber an diesem Tag ging es zunächst um das Gebäude, das die Firma Gronau aus Wegberg-Wildenrath geplant hat. „Wir werden auch die bauliche Umsetzung begleiten“, freut sich Lutz Gronau. Im August 2016 wurden die Planungen für das moderne, teilweise zweigeschossige Gebäudeensemble mit einer Grundfläche von 438 Quadratmetern begonnen. Der Baubeginn steht für August 2017 an, im Spätsommer 2018 soll das Bauvorhaben fertig sein. Die erforderlichen Abbruchgenehmigungen für das alte Grundschulgebäude wurden erteilt. „Der Abbruch steht unmittelbar bevor“, bestätigt Bürgermeister Michael Stock.

Marc Neumann, Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Wegberg (SEWG), ließ kurz die Vorgeschichte Revue passieren. Nach Schließung der Grundschule in Klinkum wurde die SEWG 2014 beauftragt, das städtische Gelände zu vermarkten. Zunächst war beabsichtigt, das alte Gebäude zu erhalten. Daran seien, so Neumann, sämtliche Verkaufsverhandlungen gescheitert. Auch Olaf Hamachers erste Idee sei gewesen, das alte Gebäude zu nutzen. Viele Gründe sprachen dagegen. „Schade“, meint der Bauherr, „ich mag alte Gebäude.“

Im Frühjahr sei dann der Kaufvertrag geschlossen worden. Die Pläne für das Gebäude sind gerade fertig, da denkt Hamacher schon an die Zeit nach der Fertigstellung: An einen Shuttleservice etwa für die Patienten, die den Bus bis vor die Praxis nicht nutzen können. Nach dem Investitionsvolumen befragt, antwortet er lächelnd: „Ein größeres Investitionsvolumen.“

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