„Zehn-Schritte-Modell“ im Bauausschuss vorgestellt

Von: kl
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Erkelenz. Den „immensen Sanierungsstau“, den die Leiterin des Hochbauamts, Ruth Ciré, an der Erka-Sporthalle festgestellt hatte, zweifelten die Mitglieder des Bau- und Betriebsausschusses bei ihrer Sitzung im Erkelenzer Rathaus nicht an. Sie stimmten dafür, die zahlreichen Mängel und Defizite im nächsten Jahr zu beseitigen. Rund 2,7 Millionen Euro werden dafür fällig.

Mit diesem Geld wird nicht nur saniert, sondern auch angebaut: So wird es eine kleine Cafeteria geben und eine neue Zufahrt zum Gebäude. „Die neue Zufahrt ist zugleich ein zusätzlicher Fluchtweg, so dass demnächst wieder Großveranstaltungen in der Erka-Sporthalle stattfinden können“, erläuterte Ciré.

Vorfreude herrscht nicht nur bei den Nutzern der Erka-Sporthalle, Vorfreude könnte auch bei den Bürgern aufkommen, wenn sie ihren nächsten Gebührenbescheid in den Händen halten. Neben der Müllgebühr werden sie auch bei der Abwassergebühr ein wenig entlastet.

Wie Kämmerer Norbert Schmitz im Ausschuss mitteilte, sinkt die Niederschlagsgebühr von bisher 0,98 Euro auf 0,90 Euro pro Quadratmeter befestigter Fläche. Die Schmutzwassergebühr bleibt bei 1,91 Euro pro Kubikmeter bezogener Frischwassermenge.

Paten für die Kreisverkehre

Schmutz und Unrat ganz anderer Art sammelte sich bisweilen an den Kreisverkehren an. Davon gibt es inzwischen 19 Stück im Stadtgebiet. Elf werden von der Stadt unterhalten, sechs vom Landesbetrieb Straßen und zwei vom Kreis Heinsberg. Paten sollten sich um die Kreise kümmern, sie pflegen und in einem sauberen Zustand erhalten, so war es die Intention von Politik und Verwaltung. Sechs der städtischen Kreisel werden mittlerweile im Rahmen von Patenschaften von Fachbetrieben unterhalten, bei fünf ist der Baubetriebshof für die Pflege zuständig.

Auf die Kreisverkehre im Eigentum des Landes und des Kreises hat die Stadt nach Angabe der Verwaltung keinen unmittelbaren Einfluss. Dennoch ist es ihr gelungen, einen Landschaftsbaubetrieb zu gewinnen, der die Patenschaft für die zwei „jüngsten“ Kreisverkehre übernommen hat.

Weitere Paten sollen in Gesprächen gesucht werden.

Gespräche ganz anderer Art sucht die Verwaltung bei der Information und der Bürgerbeteiligung im Rahmen des Straßenausbaus. Hier ist es immer wieder zu Verdruss und Diskussionen gekommen, weil die Anlieger sich oftmals von Stadt nicht genügend informiert oder sogar überrumpelt fühlten. So gab es etwa in der letzten Zeit Zwist wegen des Ausbaus der Graf-Reinald-Straße oder der Rosenstraße.

„Obwohl wir uns immer an den gesetzlichen Regelungen gehalten haben, fühlen sich viele Bürger nicht ausreichend beteiligt“, meinte der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg. Das sei allerdings kein Erkelenzer Phänomen, das sei in den Nachbarkommunen nicht anders, sagte er, als er im Ausschuss das „Zehn-Schritte-Modell Erkelenz“ vorstellte.

Bisher gab es den Planbeschluss, eine Informationsveranstaltung und den Baubeginn. Diese drei Schritte sollen jetzt die letzten in einer Reihe sein. Nunmehr soll nach der Bedarfsfeststellung einer Straßensanierung im Jahr vor der Umsetzung der Anlieger schriftlich darüber informiert werden. Im dritten Schritt soll die Finanzierung gesichert werden, danach gibt es ein erneutes Anschreiben an die Anlieger mit einem Zeitablauf. Nach einem Planentwurf der Verwaltung soll eine Bürgerbeteiligung und im siebten Schritt die Auswertung und Abwägung der Bedenken und Anregungen erfolgen.

„Wir hoffen, mit diesem Modell das Informationsbedürfnis der Bürger hinsichtlich Planung und finanzieller Beteiligung besser erfüllen zu können“, so Lurweg.

„Mehr wissen, mehr wagen, mehr Dialog“, unter dieser Prämisse steht das Modell, das im nächsten Jahr anlaufen soll, da 2014 einige größere Straßenbaumaßnahmen anstehen.

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