Zehn Jahre „Route gegen das Vergessen“

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Station 11 der „Route gegen das Vergessen“: der Martin-Luther-Platz an der evangelischen Kirche in Erkelenz. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Aus Anlass des zehnten Jahrestages des Beginns der Arbeit an der „Route gegen das Vergessen“ bietet der Heimatverein der Erkelenzer Lande am Sonntag, 20. November, einen Kurzrundgang über die „Route gegen das Vergessen“ an. Start ist um 14.30 Uhr am Alten Friedhof an der Brückstraße an der dortigen Station 1 der Route.

Dort wird dem Schicksal der Zwangsarbeiter gedacht. Der rund zweistündige Spaziergang endet mit einem Gedankenaustausch im Alten Rathaus.

Vor zehn Jahren, am 21. November 2006, begannen 40 Bürger aus Erkelenz, Erinnerungskultur zu schaffen. Es sollte an die Machenschaften des nationalsozialistischen Terrorregimes in Erkelenz sowie an deren Mitläufer erinnert werden. Genauso sollte der Opfer und der „alltäglichen Widerständler“ gedacht werden. Daraus entstand die bisher für den Kreis Heinsberg und die nähere Region einzigartige „Route gegen das Vergessen“. Ziel war es, unter Hinzuziehung gesellschaftlicher Kräfte wie Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und Heimatverein exemplarisch eine Kartierung der Opfer des Nationalsozialismus, der Frauen und Männer des Widerstandes durch Schautafeln in der Öffentlichkeit und auf dem Papier zu schaffen.

Bereits im Antrag, der den Hauptausschuss im Herbst 2006 einstimmig passiert hatte und somit die Grundlage für die Einrichtung der „Route gegen das Vergessen“ bildete, wurde der Einsatz der Gemeinschaftshauptschule zur Erinnerungskultur mit einer Ausstellung über „Das Schicksal der jüdischen Bürger von Erkelenz während der NS-Zeit“ und später der Initiierung der Stolpersteine gewürdigt.

Noch bevor das „Routenteam“ im November 2006 seine Arbeit aufnahm, war es eine Schülergruppe des Cornelius-Burgh-Gymnasiums, die im Rahmen eines Internetwettbewerbs der Konrad-Adenauer-Stiftung einen zweiten Platz bundesweit mit einem ersten Entwurf einer Erkelenzer „Route gegen das Vergessen“ erringen konnte.

Die „Route gegen das Vergessen“ kann individuell besucht werden. In einer 56-seitigen Broschüre des Heimatvereins werden alle zwölf Stationen ausführlich beschrieben. Außerdem kann die Route mit dem Fahrrad „erwandert“ werden. Ergänzend zur Routenmarkierung im Rahmen des Radwegekonzeptes der Stadt Erkelenz hat der Heimatverein eine Routenbeschreibung veröffentlich. Der Flyer ist in der Geschäftsstelle des Heimatvereins (Gasthausstraße 7, 3. Etage in der Stadtbücherei) erhältlich.

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