Zehn Jahre Hilfsverein „Erkelenz für Sri Lanka“

Von: tm
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Unterstützer und Gründer des Vereins: (v.l.) Peter Jansen, Mary Selvaratnam, Stefan Selvaratnam, Josline Boldt und Günter Salentin. Foto: Mauer

Erkelenz. Die Mauern des Alten Rathauses erbebten bei den Rhythmusklängen der Trommel und des Blasinstruments. Fernöstliche Musik begleitete eine Jubiläumsfeier, die ihren Ursprung einem furchtbaren Geschehnis „verdankt“.

Als am zweiten Weihnachtstag 2004 ein Tsunami Tausende Menschen in den Tod riss, weckte das Leid zwei junge Menschen in Erkelenz, die selbst als Kinder von Flüchtlingen in der Stadt aufgewachsen waren. Der spontane Wunsch von Josline Boldt und Stefan Selvaratnam: Sie wollten helfen. Bei Günter Salentin und Bürgermeister Peter Jansen fanden sie ein offenes Ohr. Besonders der Pfarrer i.R. kümmerte sich in der Folgezeit sehr um den Hilfsverein „Erkelenz für Sri Lanka“, der sich am 31. Oktober 2005 gegründet hatte. Bürgermeister Jansen beschrieb ihn als „Motor“.

„Wir beide sind selbst das beste Beispiel dafür, dass Integration keine Utopie ist“, betonte Josline Boldt, die heute in Bonn lebt und arbeitet. Zusammen mit Stefan Selvaratnam sammelten sie fast 60.000 Euro, von den 40.000 sofort nach Sri Lanka überwiesen wurden. Den Rest brachten sie selbst in die Heimat, um Hilfsprojekte zu unterstützen. Immer nach der Devise „Hilfe zur Selbsthilfe“ wurden Fischerboote gekauft, Brunnen bezahlt und Hilfsprogramme aufgelegt. Ob Kinder oder Behinderte, in dem durch Bürgerkrieg heruntergewirtschafteten Land gibt es viele Notleidende.

Salentin sprach bei der Jubiläumsfeier von der Dankbarkeit, die die Menschen in Sri Lanka empfinden, wenn sie die Menschen kennenlernen, die am anderen Ende der Welt spontan ihren Wohlstand teilten. Der Geistliche nutzte dabei auch die Gelegenheit, an die Spendenfreudigkeit der Gäste zu appellieren. In einer Videobotschaft konnten sich die Besucher davon überzeugen, dass Patenschaften für Kinder auf dankbaren Boden gefallen waren.

Das Jubiläum von „Erkelenz für Sri Lanka“ öffnete auch den Blick für die noch vielen Aufgaben, die ohne Unterstützung nicht bewältigt werden können.

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