Wegberg-Wildenrath - Zehn Jahre AGC in Wildenrath: Zentrale Lage für Zulieferer interessant

Zehn Jahre AGC in Wildenrath: Zentrale Lage für Zulieferer interessant

Von: hewi
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Made in Wegberg-Wildenrath: Deutschlandweit hält AGC einen Marktanteil von rund 25 Prozent im Bereich des Automobilglases. Foto: Sommer
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Derzeit arbeiten rund 200 Menschen bei AGC.

Wegberg-Wildenrath. Das Unternehmen AGC (Asahi Glass Corporation) ist seit zehn Jahren im Gewerbepark Wildenrath ansässig. Da es nun expandiert, mussten die Firmenleitung und die WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg handeln - und die Expansion auf ausbaufähige räumliche Gegebenheiten setzen.

Vor zehn Jahren übernahm das Unternehmen für Automobilglas das Gebäude und die erste Fertigungshalle des insolventen Unternehmens MKF als Mieter. Eine angrenzende Halle konnte mittlerweile von der WFG gekauft und den Anforderungen des Unternehmens entsprechend umgebaut werden. Im Gegenzug machte die AGC eine Standortzusage für die kommenden zehn Jahre.

Vor rund zwei Jahren wurde beim Nachbarn DENSU ähnlich gehandelt. Auch dort war das Unternehmenswachstum an seine räumlichen Grenzen vor Ort gestoßen, weshalb die WFG kurzfristig zum Erhalt des Standortes handeln musste. Zusammen investierten WFG und AGC rund 2,3 Millionen Euro, um die rund 4000 Quadratmeter große Lagerhalle den Anforderungen des Betriebsablaufes entsprechend um- und auszubauen. Auch neue Zufahrten und ein Containerhof mussten geschaffen werden.

Der Standort Wegberg sei wegen seiner zentralen Lage für den Zulieferer der Automobilindustrie interessant, betonte Werksleiter Marek Borgstedt. Von Wegberg aus werden das Bochumer Opelwerk, weitere Werke in Deutschland, aber auch in Belgien „just in time“ mit Scheiben versorgt. Neben der Fertigungskompetenz ist das Management-Know-how der Wegberger gefragt, wie Vertriebsleiter Udo Graus erklärte.

Die Automobilhersteller haben selbst kaum noch Teile auf Lager und verlassen sich immer mehr auf die individuell zugeschnittene Liefermöglichkeit von Unternehmen wie der AGC. Deutschlandweit hält AGC einen Marktanteil von rund 25 Prozent im Bereich des Automobilglases. Dieser soll gefestigt und in den kommenden Jahren auch noch ausgebaut werden. Zusagen von Opel, VW und Mercedes liegen bereits vor. Dabei beträgt die produktionsbezogene Lebensdauer eines Automodells rund fünf Jahre, wie Borgstedt bei einem Pressegespräch in den Firmenräumen an der Lisztallee erläuterte.

Dr. Joachim Steiner von der WFG betonte, dass man die positive Entwicklung des Unternehmens am Wegberger Standort begrüße. Angefangen hatten die Neuankömmlinge in Wildenrath vor zehn Jahren mit knapp 40 Arbeitsplätzen. Derzeit arbeiten rund 200 Menschen bei AGC, die Produktion findet im Dreischicht-Betrieb statt. Durch das schnelle und abgestimmte Handeln konnte eine Unternehmensentwicklung in Wegberg sichergestellt werden. Dies bedeute auch eine Sicherung der Arbeitsplätze, die vor allem im Bereich der Produktion von Arbeitnehmern aus der Region ausgefüllt werden.

Mit dem Ausbau der Geschäftstätigkeit will AGC auch personell um rund 50 Plätze, vor allem in der Produktion, aufstocken.

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