Zahlreiche Höhepunkte beim Heinsberger Bezirksschützenfest

Von: Anna Petra Thomas
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Feierlich: Das Bezirksschützenfest wurde mit einem Zapfenstreich auf dem Heinsberger Markt eröffnet. Foto: Anna Petra Thomas
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Beim Heimatabend standen unter anderem Franz Josef Heinrichs (l.), der neue Bezirkskönig mit dem Kleinkalibergewehr, und Gattin Elsbeth sowie Armbrust-Bezirkskönig Dirk Esser mit Ehefrau Marion im Mittelpunkt. Foto: Anna Petra Thomas
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Hingucker: Heinsbergs Königin Renate Schiffer, gekleidet in einer Tracht ihrer oberschlesischen Heimat. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Festliches Glockengeläut vom Selfkantdom auf dem Kirchberg und ein Großer Zapfenstreich vor dem Marktplatz bildeten den würdigen Auftakt für das Heinsberger Bezirksschützenfest, zu dem wie zuletzt vor 22 Jahren die Vereinigten Schützenbruderschaften St. Gangolfus und St. Johannes von Nepomuk in die Heinsberger Innenstadt einluden.

Ausgeführt wurde der Große Zapfenstreich vom Spielmannszug „Edelweiß“ Heinsberg-Lieck, der sich in neuen blau-rot-schwarzen Uniformen präsentierte, vom Ins-trumentalverein Kirchhoven mit Solotrompeter Markus Pelzer, von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Heinsberg und vom Offizierskorps der Vereinigten Schützenbruderschaften.

Im voll besetzten Festzelt, das den ganzen Marktplatz ausfüllte, begrüßte Präsident Siegfried Jansen die Gäste, allen voran Bürgermeister Wolfgang Dieder als Schirmherrn des Festes, zudem Jan Labus, den Bürgermeister aus der Partnerstadt Ozimek. Mit Bundesschützenmeister Emil Vogt hieß er ein Präsidiumsmitglied des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften willkommen, darüber hinaus Diözesanbundesmeister Wolfgang Genenger und seinen Stellvertreter Hermann-Josef Kremer.

Die Heinsberger Schützentradition währe bereits mehr als 600 Jahre, erklärte Jansen. „Wir sind bestrebt, das Traditionelle zu bewahren und gleichzeitig in ein zeitgemäßes, modernes Gewand zu kleiden.“ Nur so funktioniere Vereinsleben auf Dauer. Die Schützen müssten sich den Menschen jedoch noch weiter öffnen, um ihnen Heimat zu sein.

„Das Bezirksschützenfest wollen wir nutzen, die Verbundenheit der Schützen zu unserer Heimat zu erhalten und zu vertiefen.“ Allen Gästen des Abends wünschte er, das Schützenfest als stimmungsvoll und harmonisch erleben zu können. „Pflegen und vertiefen Sie an diesem Wochenende alte Bekanntschaften und knüpfen Sie neue Kontakte.“

Nachdem Bezirksbundesmeister Arno Gossen die Bezirksstandarte an Heinsbergs Präsident Siegfried Jansen übergeben hatte, verabschiedete Bezirksschießmeister Manfred Schäfer die Bezirksmajestäten des Jahres 2014 und stellte die neuen Bezirksmajestäten vor: Bezirksschülerprinz Tim Stolz von St. Martini Lieck und seinen Stellvertreter Luis Küppers von St. Clemens und St. Aloysius Braunsrath, Bezirksprinz Carsten Rick von St. Sebastianus Dremmen und seinen Stellvertreter Christian Schmitz von St. Clemens und St. Aloysius Braunsrath.

Neuer Bezirkskönig mit dem Kleinkalibergewehr ist Franz Josef Heinrichs von St. Josef Laffeld, der von seiner Ehefrau Elsbeth begleitet wird. Die Bezirkskönigswürde mit der Armbrust sicherte sich Dirk Esser von St. Sebastianus Dremmen, den seine Ehefrau Marion begleitet.

Musik und Tanz

Schon in der Bibel stehe, dass es nicht gut sei, wenn der Mensch alleine sei, erklärte der Schirmherr in seiner Rede. „Wir Menschen sind gesellige Wesen. Wir suchen Sozialkontakte, insbesondere Kontakte zu Gleichgesinnten. Genau deshalb gebe es Vereine. „Menschen brauchen, um glücklich zu sein, eine Heimat. Eine Schützenbruderschaft ist eine solche Heimat“, betonte Dieder. Auch neueste Technik könne den persönlichen Kontakt nicht ersetzen. „Und weil dies so ist, glaube ich auch an die Zukunft unserer Vereine.“

Bei einem kurzen Rückblick in die Geschichte der Bruderschaft kämpfte der Bürgermeister trotz mehrfacher Appelle gegen eine zunehmende Geräuschkulisse an, ebenso wie bei einem kurzen Ausblick in das Jahr 2017, in dem die Vereinigten Schützenbruderschaften das Bundesfest durchführen. Er freue sich darüber, dass Heinsberg in zwei Jahren zum Mittelpunkt des bundesdeutschen Schützenwesens werde, schloss Dieder.

Musikdarbietungen des Spielmannszugs und des Instrumentalvereins folgte ein Grußwort von Präses und Pfarrvikar René Mertens. Nachdem Marc Mevissen und Marie Randerath zusammen mit einer Band der Jugendmusikschule Heinsberg das Heinsberg-Lied dargebracht hatten, sangen sich beide mit dem Lied „Unsere Stammbaum“ von den Bläck Fööss in die Herzen der Gäste.

Den Ehrungen verdienter Schützenbrüder folgte als weiterer Höhepunkt eine Tanzeinlage der Prinzengarde des Heinsberger Karnevalsvereins. Sie ließ nacheinander Heinsbergs Königin Renate Schiffer, gekleidet in einer Tracht ihrer oberschlesischen Heimat, und Präsident Siegfried Jansen in einer akrobatischen Einlage bis unters Zeltdach schweben. Den Ausklang gestaltete Moderator Helmut Schröders musikalisch als „Der singende Wirt“.

Alle am Heimatabend Mitwirkenden verzichteten auf ein Honorar. Dieses ließen die Vereinigten Schützenbruderschaften dem neuen ökumenischen Projekt des internationalen Cafés für Flüchtlinge in den Räumen der Heinsberger Tafel zukommen.

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