Zahl der Wildunfälle verdoppelt

Von: Günter Passage
Letzte Aktualisierung:
14272496.jpg
Willi Schmalen (l.), Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Granterath-Hetzerath, wie auch Geschäftsführer Bernd Thommesen (r.) bedankten sich bei Franz Haupts, Hubert Mones und Laurenz Meurer (v.l.) für ihre langjährige Vorstandsarbeit. Foto: Günter Passage

Erkelenz-Granterath. Zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung hatte die Jagdgenossenschaft Granterath-Hetzerath ihre Mitglieder geladen. Neben der Aufarbeitung allgemeiner Themen, die sachlich in ruhiger Atmosphäre behandelt wurden, war es Geschäftsführer Bernd Thommesen, der gleichfalls wenig Erfreuliches zu berichten hatte.

Nach der Begrüßung der anwesenden Mitglieder durch den Vorsitzenden Willi Schmalen gab Thommesen einen Überblick über die Aktivitäten des vergangenen Geschäftsjahres. Besonders aber sprach er verschiedene wichtige Themen an.

Besondere Vorsicht geboten

Normalerweise ist alljährlich der Verlust von durchschnittlich acht Stück Rehwild durch Wildunfälle zu beklagen. „Seit dem 1. April des vergangenen Jahres bis heute hat sich diese Zahl allerdings auf 17 Wildunfälle mit Rehen mehr als verdoppelt“, klärte der Geschäftsführer auf. Insbesondere im Bereich der B57 vom Ortsausgang Baal nach Granterath sowie der Kreisstraßen 29 und 32 kommt es immer wieder zu Wildunfällen. Hier rät der Jäger den Verkehrsteilnehmern zur besonderen Vorsicht.

„Entlang der markanten Punkte wurden in der Vergangenheit Wildreflektoren installiert, die in Kürze durch neue, modernere ausgetauscht werden“, verwies Thommesen auf die Gefahrenstellen hin, wo das Wild sehr häufig die Straßen wechselt.

Ein anderer Problemfall sind Spaziergänger mit ihren in Wald und Feld häufig freilaufenden Hunden: „Auch hier gilt unser Appell an die Hundebesitzer, ihre Tiere während der Spaziergänge angeleint zu halten. Wir müssen immer wieder beobachten, dass Hunde das Wild aus den Verstecken treiben“, wiederholte Thommesen die Bitte an die Hundebesitzer, die vorgegebenen Verhaltensregeln zu befolgen. Zum Leidwesen der Waidmänner ist ebenfalls ein Rückgang des Niederwildes um 25 Prozent zu verzeichnen. Ebenfalls wurde ein Fall von Wilderei bekannt.

„Auch die wilden Müllhalden in unseren Jagdrevieren nehmen erschreckend zu. Hier arbeiten wir mit den zuständigen Behörden und dem Ordnungsamt der Stadt Erkelenz intensiv zusammen“, fügte der Geschäftsführer hinzu. Weiterhin verwiesen die Rechnungsprüfer auf einen ausgeglichenen Kassenstand, was für alle ein positives Zeichen war.

Wiederwahl

Die daraufhin erfolgte Entlastung des Vorstands sowie des Geschäftsführers fiel einstimmig aus. Zuletzt dankte Schmalen dem langjährigen Vorsitzenden Franz Haupts sowie den Vorstandsmitgliedern Laurenz Meurer und Hubert Mohnes für ihre geleistete Arbeit. Ein Blumenstrauß und ein Gutschein waren äußere Zeichen des Dankes für deren langjährige Vorstandstätigkeit.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert