Wooder Wend serviert Spaß und Augenschmaus

Von: anna
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Ihre Charleston-Darbietung wurde vom Publikum mit viel Applaus bedacht: die „Flashlights“ der DJK Waldenrath. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Waldenrath. „Ich ziehe meinen Hut, oder besser meine Mütze!“ René von der Ruhren, als Vertreter des Komitee Heinsberger Karneval bei der Kappensitzung auf der Bühne der Karnevalsvereinigung Wooder Wend, nahm nach diesen Worten tatsächlich seine Mütze ab.

Er würdigte damit zum einen die große Unterstützung der Karnevalsvereine im Heinsberger Land untereinander, denn hinter ihm standen Vertreter von neun Karnevalsvereinen, die mit insgesamt 180 Mitgliedern auf der Kappensitzung in Waldenrath zu Gast waren.

Mit dabei waren auch Vertreter von Trommler- und Pfeifercorps, vom Musikverein und von der Schützenbruderschaft, denn diese drei Vereine „stemmen“ den Wooder Karneval gemeinsam in der Karnevalsvereinigung. Nicht minder galt das Lob von der Ruhrens aber auch dem traditionellen Dorfkarneval, den der Wooder Wend mit ausschließlich heimischen Kräften aufrechterhält.

Doch der Reihe nach: Zu einem „19-Gänge-Menü“ begrüßte Präsident Detlef Schumacher die Gäste zur Kappensitzung. „Ich hoffe, dass sie von unserem traditionellen Karneval mit eigenen Servicekräften nicht enttäuscht sind“, fügte er hinzu und bot schon bei der „Vorspeise“ auf der Bühne an, kräftig „Nachschlag“ zu verlangen.

Nachdem das Trommler- und Pfeifercorps sowie der Musikverein, zugleich Sitzungskapelle des Abends, die Jecken schon gut eingestimmt hatten, bot die mittlere Garde der DJK Waldenrath den ersten Augenschmaus des Abends.

Mit bekannt starker närrischer Macht eroberte dann schon zu früher Stunde der Tross von Stadtprinz Guido I. die Bühne und setzte mit Garde, zwei Showtanzgruppen und zwei Mariechen das Tanzprogramm fort.

Inklusion pur erlebten die Sitzungsgäste danach ebenfalls mit Traditionsbesuch. Die Showtanzgruppe „Silberstern“ der Lebenshilfe begeisterte nicht nur mit ihrer Schlagerparodie, sondern auch mit einer kleinen Rede, die den Dank der Gruppe an die Zuschauer und an den Wooder Wend beinhaltete. Der Applaus für diese Leistung kannte keine Grenzen mehr.

Im 33. Jahr auf der Bühne gab Karin Schmitz als „Tusnelda“ aus Pütt ihre Abschiedsvorstellung mit viel Lokalkolorit in ihren Witzen, vor allem über ihren „Hüb“. Sein Debüt in der Bütt meisterte Elferratsmitglied Leo Hensgens als „blondes Luder“. Mit seinem trockenen Humor nicht an einer Zugabe vorbei kam der dritte Redner des Abends, Norbert Backhaus als „Enne Drüje“.

Was die DJK Waldenrath tänzerisch drauf hat, zeigten neben der mittleren und später der großen Garde auch die allesamt an Mitgliedern starken Showtanzgruppen. Die „Minilights“ entführten die Gäste mit „Welcome to America“ über den großen Teich. Zunächst mit einer Hommage an „Dick und Doof“, unmittelbar anschließend mit einer Charleston-Einlage begeisterten die „Flashlights“. Wieder nach Amerika ging‘s schließlich mit den Showlights in ihre „Western City“.

Auch der Elferrat präsentierte sich in diesem Jahr tänzerisch. Tanzende Männer sahen die Zuschauer im Zelt zudem mit den Schevendahler Pooljonges und ihrem Programm „Zirkus“ sowie mit dem Waldenrather Männerballett „Risiko“, das einen Ausflug nach „Malle“ unternahm. Musikalisch bot das „Duo Schwarz-Weiß“ mit Marlene Wynands und Thomas Wolters „Uncle Satchmo´s Lullaby“.

Martin Knop und Michael Pelzer, Sänger und Freunde aus dem KV Kerkever Jekke, schwammen zum Schluss mit bekannten Liedern auf der Stimmungswoge mit und ließen sie regelrecht überschäumen.

Beim großen Finale genossen alle Akteure auf der Bühne dann noch einmal den Jubel des Publikums.

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