Wooder Büttenasse überzeugen restlos

Von: Anna Petra Thomas
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Großer Auftritt: Um „König Arthur und die Ritter der Tafelrunde“ drehte sich das Tanzvergnügen der Walden- rather Showlights. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Waldenrath. Während andernorts in den Karnevalssitzungen meist gar keine Redner mehr aus den eigenen Reihen zu finden sind, gelingt es der Karnevalsvereinigung Wooder Wend immer wieder, neue und auch junge Menschen für ein Engagement als Büttenredner und damit für eine alte Tradition des Karnevals zu motivieren, die in vielen Gesellschaften ganz „ausgestorben“ ist.

So feierten in diesem Jahr gleich ein Duo und ein Einzelredner ihre Bühnenpremiere. „Ley und Lisbeth“ (Christoph Hensgens und Rebecca Pohl) gelang ein Zwiegespräch mit viel Klatsch und Tratsch, bei dem viele Waldenrather herhalten mussten für die Geschichten, die Ley seiner neuen Zeitung für Waldenrath, dem „Wooder Express“ entnahm.

Witze waren das passende Gewürz für dieses Potpourri von Anekdoten. Etwa die Antwort auf die Frage, warum ein Pfarrer in seiner Kirche nie so viele Besucher hat wie der Wooder Wend bei seinen Sitzungen: „Weil da nur einer trinken darf und der Rest singen muss.“

Ganz genau, wovon er sprach, wusste Dominik Hensgens, der zu späterer Stunde allein in die „Bütt“ stieg und dennoch das Publikum bis hinunter zur Theke für sich gewinnen konnte. „Der Meister vom Bau“ nennt er sich und kam einfach in seiner Kluft vom Bau. Die passenden Witze hat er dazu gleich mitgebracht. Warum es am Bau „Schlechtwetter“ gibt, lautete für ihn die rhetorische Frage, auf die er die passende Antwort hatte: „Weil doch sonst die Bierflaschen gefrieren würden“, schmunzelte er verhalten ins Publikum und freute sich am Ende ebenfalls über einen riesengroßen Beifall.

Begonnen hatte die Waldenrather Prunksitzung im Festzelt wie immer mit dem Einmarsch, bei dem das Trommler- und Pfeifercorps die Mittlere Garde und den Elferrat auf die Bühne geleitete und auch hier noch einmal aufspielte. Der Musikverein engagierte sich dagegen komplett und wie immer auf eigens angebauter großer Bühne als Sitzungskapelle.

Nach dem Tanz der Mittleren Garde empfingen die Waldenrather zunächst das Stadtprinzenpaar Elmar I. und Michaela (Dohmen) zusammen mit einer großen Abordnung des Schafhausener Karnevalsvereins (SKV). Mit viel Applaus gratulierten sie dem Prinzen zum Geburtstag und genossen das kleine Programm, das der Verein mitgebracht hatte.

Die Tanzgruppe „Silberstern“ der Lebenshilfe begeisterte auch in diesem Jahr wieder, dieses Mal mit dem Thema Hippie. Tänzerisch beeindruckten natürlich auch die Tänzerinnen der DJK. Die „Minilights“ stürmten als Feuerwehrleute die Bühne und zeigten ihre Akrobatik auch mit Hilfe zweier langer Leitern. Die „Flashlights“ entpuppten sich beim Thema „Star Wars“ als junge Helden der Galaxie, und die Showlights inszenierten mit viel Synchronität und atemberaubender Akrobatik „König Arthur und die Ritter der Tafelrunde“ auf der Bühne.

Eine bunt leuchtende Vielfalt farbenfroher Kostüme brachte das Scheifendahler Männerballett, die „Schevendahler Pooljonges“, mit für die Reise in tausend und eine Nacht. Eine Toilettenanlage bauten die Waldenrather Frauen auf der Bühne auf und lieferten darin ein kleines Schauspiel mit viel Spaß nicht nur für die Zuschauer. Mit einer musikalischen Einlage von Elferratsmitgliedern, Stimmungsmusik des Kirchhovener Duos „Martin & Michael“ sowie dem Tanz der Großen Garde strebte die Sitzung ihrem großen Finale zu.

„Hier ist Karneval wie im Wohnzimmer“, hatte Rene von der Ruhren vom Komitee Heinsberger Karneval beim Empfang der Gastgesellschaften auf der Bühne den Waldenrather Karneval mit seinem einzigartigen Lokalkolorit schon zuvor treffend gelobt.

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