„Women-Summer-Land“: Festival für 5000 Frauen in Effeld

Von: Daniel Gerhards
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Rund um den Amici-Beach-Club in Effeld soll Ende September ein Festival für 5000 Frauen, das „Women-Summer-Land“ stattfinden. Dabei soll es Musik und viele Workshop-Angebote geben. Fotos (2): Daniel Gerhards Foto: Daniel Gerhards

Wassenberg-Effeld. Eines ist bereits klar: Am letzten Wochenende im September soll der Effelder Waldsee für Männer so etwas wie eine verbotene Zone sein. Wenn die Pläne von Veranstalterin Nicole Haffner aus Bochum aufgehen, soll dann ein viertägiges Festival für bis zu 5000 Frauen stattfinden – und zwar nur für Frauen.

Das Festival heißt „Women-Summer-Land“ und sei in seiner Form einzigartig in Deutschland, sagt Haffner. Auf dem mehrere Hektar großen Gelände am Amici-Beach-Club soll es von Donnerstag, 28. September, bis Sonntag, 1. Oktober, zwei große Festzelte mit Platz für rund 6000 Frauen geben, in denen „international bekannte“ Sängerinnen und weiblich besetzte Bands auftreten sollen.

Zwölf Künstlerinnen von eben diesem internationalen Rang sollen auftreten. Welche das im Einzelnen sein werden, wollte Haffner am Sonntag noch nicht sagen. In einem der Zelte solle Mainstream-Musik, also populäre Musik, gespielt werden. In dem anderen seien die Musikrichtungen House und Rhythm and Blues vorgesehen – auch gespielt von weiblichen Discjockeys.

Das Festival in Effeld soll sich aber nicht nur um die Musik drehen. „Man kennt das von vielen Festivals: Party, Party, Party mit tollen Künstlern. Und am Ende fährt man mit Kopfschmerzen nach Hause. Deshalb haben wir das Workshop-Programm mit der Musik in Verbindung gesetzt, um eine größere Vielfalt zu bieten“, sagt Haffner.

Es gehe auch darum, dass die Frauen – von 16 Jahren bis ins höhere Alter – dem Alltag entfliehen können. Dafür gibt es in kleineren Zelten und draußen eine Vielzahl von Workshops aus den Bereichen Kreatives, Sport, Handwerk, Wellness und Beauty. Ausprobieren könne man sich zum Beispiel beim Karaoke-Singen, Bogenschießen, Stricken und Pole-Dance, dem sportlichen Stangentanz. Massagen und Yoga seien aber ebenso möglich.

Schlafen im Container

Haffner geht davon aus, dass zu dem Festival viele Frauen aus anderen Bundesländern und dem benachbarten Ausland anreisen. Deshalb soll auch für ausreichend viele Schlafplätze gesorgt sein. Angrenzend an das Festivalgelände soll ein Campingplatz auf einer Wiese eingerichtet werden. Wer etwas mehr Komfort sucht, könne auch einen – kostspieligeren – Schlafplatz in einem Wohncontainer buchen.

Diese Container sollen ebenfalls in der Nähe des Geländes aufgestellt werden. Wie viele es werden, hänge von der Zahl der Buchungen ab, sagt Haffner. Sie rechnet damit, dass die meisten Besucherinnen für mehrere Tage bleiben. Haffner geht von 4500 Besucherinnen aus, die entweder auf dem Campingplatz oder im Container übernachten.

Haffner habe einige Zeit nach einem geeigneten Veranstaltungsort für ein solches Festival gesucht. „Wir haben uns in vielen deutschen Städte umgeschaut“, sagt sie. Für Wassenberg und das Gelände am Effelder Waldsee habe gesprochen, dass es dort „viele Möglichkeiten“ gebe – die Wakeboard-Anlage, Schwimmen im See und die großen Freiflächen hätten für den Ort gesprochen.

Logistisch kommt dabei noch viel Arbeit auf die Organisatoren zu. Dabei geht es zum Beispiel um sanitäre Anlagen und Parkplätze. Für eine Veranstaltung dieser Größenordnung reichen die Parkplätze am See bei weitem nicht aus. Deshalb sollen die Damen auf Flächen an der Kreuzung von L 117 und K 34 parken, wo sie ein Shuttle-Bus abholen soll.

Und dass doch Männer auf das Festivalgelände kommen, soll mit aller Strenge bei der Einlasskontrolle verhindert werden. Diese Regel wird nur für das Personal etwas aufgeweicht.

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