Erkelenz - Wohnprojekt sorgt für Inklusion „mitten im Leben“

Wohnprojekt sorgt für Inklusion „mitten im Leben“

Von: hewi
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Mit Teamwork in die Zukunft: (v.l.) die zukünftige Bewohnerin Lisa Vollbrecht, Bürgermeister Peter Jansen, Architekt Josef Viethen, Baustatiker Adolf Sommer und Hans-Willi Pastors (Hephata Stiftung). Foto: hewi

Erkelenz. Ein Wohnquartier ändert sein Gesicht: Der Bauxhof ist von der Siedlung für Aussiedler zur modernen Klimaschutzsiedlung geworden. Die Baugrundstücke am Bauxhof sind gefragt. Jetzt feierte ein Wohnprojekt Richtfest, bei dem noch vor dem Klimaaspekt vor allem die Inklusion im Vordergrund steht.

Der Architekt Josef Viethen ist zugleich Bauherr des Objektes, für das Ende Januar der Startschuss gegeben worden war. In dem dreigeschossigen Gebäude entstehen zwei Wohngruppen mit jeweils sieben Apartments sowie zwei Einzelapartments, ein Büro und eine Apartmentwohnung für einen Betreuer. Denn die Bewohner werden Menschen mit Behinderung und Klienten der evangelischen Stiftung Hephata Wohnen sein.

Viele der zukünftigen Bewohner waren zum Richtfest gekommen, um sich vor Ort ein Bild davon zumachen, wie ihr neues Zuhause einmal aussehen wird. Das war nicht immer einfach, denn noch sehen die Wände und Böden aus rohem Beton nicht sehr einladend aus. Das soll sich bis Februar 2018 ändern, wenn der Bau bezogen werden kann.

Darauf freuen sich nicht nur die Bewohner. Auch Bürgermeister Peter Jansen sprach von einem gelungenen Beispiel der Inklusion „mitten im Leben und nicht am Rande“. Architekt Viethen hatte zum Spatenstich im Januar eine DVD mit einer Folge der „Sendung mit der Maus“ verteilt, auf der in leicht verständlichen Worten und sehr anschaulich erklärt wurde, wie ein Passivhaus funktioniert. Diesmal gab es Grillwurst, kühle Getränke und einen Rundgang durch den Rohbau.

Erste Gespräche für das Wohnprojekt wurden schon im Herbst 2012 geführt. Die Initiative ging von dem Elternverein „Wohnen in der Gemeinschaft“ (WoGe) aus. Der Bauxhof hatte sich schnell als idealer Standort herauskristallisiert, betonte Viethen. Das Bauprojekt beläuft sich auf rund 2,3 Millionen Euro und wird von der NRW Bank finanziert. Attraktiv wird es für die Mieter vor allem dadurch, dass die Heizkosten zusätzlich zur Miete nahezu vollkommen entfallen.

Das Gebäude ist teilunterkellert und besteht aus zwei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss. Zu den rund 800 Quadratmetern Wohnfläche kommen rund 145 Quadratmeter Bürofläche. In den Gruppenwohnungen teilen sich je sieben Bewohner eine Küche, einen Gemeinschaftsraum sowie eine Terrasse oder einen Balkon. Josef Viethen betonte, dass das Projekt für ihn und seine Familie eine Herzensangelegenheit sei, in der „viel Engagement und Herzblut stecken“.

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