„WohnenPlus“: Startschuss für 30-Millionen-Euro-Projekt fällt

Von: Rainer Herwartz
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Die Klimaschutzsiedlung WohnenPlus, die bis zum Sommer 2015 an der Robert-Bosch-Straße in Heinsberg entstehen soll, bietet rund 130 Wohneinheiten auf einem Areal von 30 000 Quadratmetern.
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Ob Ein- und Zweifamilienhaus...
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... oder eine Wohnung in einem der neuen Mehrfamilienhäuser, alle Gebäude in der Klimaschutzsiedlung sind auf effiziente Energieausnutzung ausgerichtet.

Heinsberg/Erkelenz. Nach langen Monaten akribischer Vorbereitungsarbeit fällt am Freitag der Startschuss zum 30-Millionen-Euro-Projekt „WohnenPlus“ an der Robert-Bosch-Straße. Im letzten Dezember war es erstmals vorgestellt worden.

Bis zum Sommer 2015, so der ambitionierte Plan, will die WohnenPlus GmbH, eine gemeinsam von der Heinsberger Unternehmensgruppe Frauenrath und der S-Immobilien GmbH der Kreissparkasse gegründete Projektgesellschaft, auf einem rund 30.000 Quadratmeter großen Areal ein Bauvorhaben realisieren, das in der Kreisstadt bislang einzigartig ist. Rund 130 Wohneinheiten sollen entstehen.

„Unter dem modernen Begriff Quartierentwicklung werden neue Wohnformen entstehen“, sagt Gereon Frauenrath. „Dass Jung und Alt zusammenwohnen, wäre der Traum.“ Verkauft seien bislang noch keine der Gebäude oder Wohnungen, weil der morgige Spatenstich gleichzeitig den Beginn für den Verkauf markiere. Doch 120 Interessenten stünden schon auf der Warteliste. „Wir gehen davon aus, dass am Ende rund 50 Prozent Kapitalanleger sein werden, die dann selbst die Gebäude vermieten“, glaubt Frauenrath. Ein ähnliches Szenario sagt er für das Projekt WohnenPlus Erkelenz voraus, bei dem 110 Wohneinheiten entstehen werden. Auch hier, auf dem Bauxhof-Gelände, soll noch bis zum Ende des Monats der obligatorische erste Spatenstich erfolgen.

Das neue Wohnquartier sei Teil des Projektes „100 Klimaschutzsiedlungen in NRW“. Dieses von der Landesregierung geförderte Programm unterstreiche die zentrale Rolle, die dem energieeffizienten Bauen im Rahmen der Klimaschutzpolitik zukomme, erläutert Frauenrath. Nachdem das Heinsberger Vorhaben auf Herz und Nieren geprüft worden sei, wurde es mit einem entsprechenden Siegel durch das Land gewürdigt.

Johannes Jansen, einer der Geschäftsführer von WohnenPlus, nennt sogleich ein Beispiel für die hohe Energieeffizienz der so genannten Klimaschutzhäuser: „Der Energieverbrauch liegt unter 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Der Standard, den man heute einzuhalten hat, liegt bei etwa 60 Kilowattstunden.“ Die besondere Dämmung der Gebäude, ein kontrolliertes Be- und Entlüftungssystem, Fußbodenheizung, eine Dreifachverglasung und optional die Versorgung mit regenerativen Energien spiele hier eine wichtige Rolle.

Die Siedlung bietet insgesamt 27 Atelierhäuser, acht Gartenhofhäuser, elf Studiohäuser sowie neun Duohäuser und drei Mehrfamilienhäuser mit 63 Wohnungen. „Ob alleine, zu zweit oder als Familie mit Kindern, mit Hausgrößen von 80 bis 170 Quadratmetern sowie Wohnungen ab etwa 40 Quadratmetern hält das Wohnquartier Angebote für die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Lebensentwürfe bereit“, ist Frauenrath sicher.

„Wir versuchen, mit einer zeitlosen Formensprache in weiß und grau im Bauhausstil zu arbeiten. Die Architektur soll eine Nachhaltigkeit dokumentieren. Was heute modern ist, soll auch in 20 Jahren noch einen beständigen Wert haben.“ Die Häuser würden optimal nach der Sonne ausgerichtet. „Dafür nehmen wir einen zusätzlichen Erschließungsaufwand in Kauf.“ Grundstücksgrößen zwischen 190 und 340 Quadratmetern bedeute: „Es ist ein attraktiver Garten am Haus, aber es müssen keine großen Flächen gepflegt werden.“

Überhaupt sei das neue „Wohnquartier“ dazu geeignet, seinen Bewohnern so wenig Arbeit wie möglich zu machen. Die Arbeiterwohlfahrt, die sich bereits ein Gebäude reserviert hat, bietet daher allen Bewohnern ihre Hilfe an – vom Hausmeisterdienst, über Notrufservice, Tagespflege, Shuttleservice, die Ausrichtung von Familienfeiern bis zum Menüservice.

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