Hückelhoven-Millich - Wogen zwischen Nachbar und SV Roland Millich glätten sich

Wogen zwischen Nachbar und SV Roland Millich glätten sich

Von: Rainer Herwartz
Letzte Aktualisierung:
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Die Wogen zwischen dem Nachbarn und dem Fußballverein könnten sich jetzt glätten. Foto: Daniel Gerhards

Hückelhoven-Millich. Die Themen Ruhestörungen, Verunreinigungen und Bedrohungen haben in den letzten Monaten den Fußballverein SV Roland Millich in Hückelhoven beinahe genauso beschäftigt wie die Jagd nach Toren. In diesem Fall bestand der „Gegner“ allerdings nicht aus einem elfköpfigen Team in kurzen Hosen, sondern aus nur einem einzigen Nachbarn, der sein Haus direkt neben der Zufahrt zum Vereinsparkplatz und dem Vereinsheim bewohnt.

Laut Erstem Beigeordneten Helmut Holländer, der mittlerweile mit dem Anwalt des Nachbarn ein entscheidendes Gespräch führte, könnten sich nun die Wogen glätten. Die Stimmungslage hatte sich derart in die Höhe geschaukelt, dass sich Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen (CDU) und Helmut Holländer als Vertretungsinstanz der Stadt, die Eigentümer des Geländes ist, selbst zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung aufgemacht hatten, um zu schlichten.

Im Köcher die Idee, den Parkplatz zu verlegen, da der Anwohner eindeutig das Emissionsschutzgesetz auf seiner Seite habe. Der Parkplatz soll nun an der L117, am anderen Ende des Sportplatzes liegen, 27 bis 30 Stellplätze bieten, etwa 40.000 Euro kosten und schon im April nächsten Jahres fertiggestellt werden. Über eine Treppenanlage oder Rampe, die parallel zur Aschenbahn verlaufe, werde dann das Sportlerheim erreichbar sein.

Der Nachbar war damals nicht bei der Versammlung zugegen, also stellte sich nun die Frage, wie er den vom Verein schon akzeptierten Vorschlag aufnehmen würde. „Es war ein sehr sachliches Gespräch. Der Anwohner unterstützt, dass der Parkplatz verlegt wird“, zeigt sich Holländer auf Nachfrage zufrieden.

Man habe sich auch darauf verständigt, dass die Weihnachtsfeiern im Vereinsheim stattfinden dürften, ebenso wie die beiden noch ausstehenden Dartmeisterschaftsspiele. „Im nächsten Jahr müssen wir dann im Einzelfall reden. Wenn die Dartmeisterschaftsspiele aber ordentlich über die Bühne gehen, könnte ich mir vorstellen, dass auch für weitere Konsens erzielt werden kann.“

Was jedoch die Vermietung des Vereinsheims für private Festlichkeiten an Dritte angeht, werde die Stadt bei ihrem Nein bleiben. In der Vergangenheit hatte es unter anderem zu oft Ärger mit einem zu hohen Lärmpegel nach 22 Uhr gegeben.

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