Wegberg-Wildenrath - Wissenschaftler stellen Anti-Kollisionssystem für Züge vor

Wissenschaftler stellen Anti-Kollisionssystem für Züge vor

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Im Bahnprüfzentrum Wegberg-Wildenrath: Ein präparierter Regionalzug der BOB und ein DLR-Zweiwegefahrzeug als „Zugersatz” demonstrierten verschiedene Testszenarien. Foto: DLR

Wegberg-Wildenrath. Ein neuartiges System, das Zusammenstöße von Zügen vermeiden soll, haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit RCAS (Railway Collision Avoidance System) entwickelt.

Wie RCAS funktioniert, haben sie nun zum ersten Mal auf der Siemens-Teststrecke in Wegberg-Wildenrath demonstriert.

„RCAS ist ein System zur Vermeidung von Zugkollisionen, das unabhängig von Sicherungstechnik entlang der Strecke funktioniert”, erklärte Projektleiter Prof. Dr. Thomas Strang vom DLR-Institut für Kommunikation und Navigation.

Die Züge tauschen über modernste Kommunikations- und Sensortechnologien Informationen zu Position, Geschwindigkeit, geplanter Streckenführung und Lademaß aus, sobald sie in Funk-Reichweite sind. „Stellt das System einen drohenden Zusammenstoß fest, warnt es den Triebfahrzeugführer und unterstützt ihn mit Lösungsmöglichkeiten”, so Strang.

Verschiedene DLR-Institute sind an dem Projekt beteiligt. Darüber hinaus kooperiert das DLR bei RCAS mit der Bayerischen Oberlandbahn (BOB). Die BOB stellte im Rahmen der Testfahrten in Wildenrath unter anderem einen Regionalzug des Typs „Integral” sowie Personal zur Verfügung.

DLR-Wissenschaftler präsentierten am Dienstag Teilnehmern eines Demonstrationstages RCAS. Bei Testfahrten konnte das Fachpublikum in dem mit RCAS-Technik präparierten Integral und dem als „potenziellen Kollisionspartner” fungierenden DLR-Zweiwegefahrzeug „Raildrive” einen Eindruck von dem System gewinnen.
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