Wintermarathon: Im Laufschritt gegen die Festtagspfunde

Von: hewi
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Die Akteure machten sich am Donnerstag auf die Marathonstrecke zum traditionellen Weihnachtslauf in Hückelhoven. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Mit dem Weihnachtslauf am zweiten Weihnachtstag beendet die Werbegemeinschaft ihr sportliches Jahr. Er ist vor allem eine gute Gelegenheit, um noch vor Silvester mit den guten Vorsätzen anzufangen und sie schon einmal umzusetzen.

Denn im Winter neigen ja die meisten Menschen dazu, mehr zu essen und sich weniger zu bewegen. Ersteres ist angesichts der Feiertage, die vor allem bei den Erwachsenen eher durch den Magen gehen, nicht ungewöhnlich.

Leicht wird einem die Entscheidung für eine sportliche Jahresabschlusstat aber dennoch gemacht, wenn der Winter wie in diesem Jahr vor allem in den sehnsuchtsvollen Weihnachtsliedern stattfindet. Bei Außentemperaturen von rund zehn Grad muss man ja noch nicht einmal Angst vor einer gehörigen Erkältung haben. Andererseits kommt man sich aber auch nicht vor wie ein echter Ironman, dem weder Schnee noch Eis was anhaben können.

Treffpunkt Breteuilplatz

Anders als beim Sommermarathon, wenn die Stadt überquillt vor Läufern und Zuschauern, ist der Wintermarathon erfahrungsgemäß eine sehr familiäre Sache. Höchstens 15 Teilnehmer konnte Organisator Ralf Sester in den fünf Jahren zählen, in denen er den Gemeinschaftslauf veranstaltet. Auch diesmal war es wieder nur eine geringe Zahl an Freizeitsportlern, die vormittags den Weg zum Treffpunkt am Breteuilplatz gefunden hatten.

„Der Lauf eignet sich ideal, um ein wenig von dem abzubauen, was man an den Festtagen gegessen hat“, erklärte Sester. Er selbst hatte eine Rehkeule und eine Gans, denen er sportlich etwas entgegensetzen wollte.

Dabei war er in diesem Jahr nur als Begleitfahrer dabei, da eine sportliche Verletzung das Absolvieren der vollen 21 Kilometer nicht zuließ. Also schwang er sich auf den Drahtesel und begleitete gemeinsam mit Willi Frenken das überschaubare Teilnehmerfeld auf dem Rad. Frenken ist schon seit Jahren als Begleitfahrer dabei, wenn in und um Hückelhoven gemeinsam losgelaufen wird. „Heute geht es ganz leger zu, es werden keine Teilnehmernummern vergeben und es geht nicht um Zeiten“, betonte Sester.

Einer der Teilnehmer war Lars Dohrenbusch. Für ihn war es schon etwas Besonderes, wieder bei einem „offiziellen“ Lauf in Hückelhoven anzutreten. Denn der 42-jährige hatte im Herbst 2012 einen Schlaganfall. „Das hat mich daran gehindert, in diesem Jahr meinen ersten kompletten Marathon zu absolvieren“, erklärte er. Seit dem Schlaganfall war er nicht mehr angetreten, hatte sich aber im Vorfeld schon auf den Wintermarathon vorbereitet. „Ich werde sehen, ob ich diese Strecke schon körperlich aushalte“, erklärte er. Denn wenn das klappt, will er im kommenden Jahr endlich seinen ersten Marathon laufen. Am liebsten in Köln, da sei die Stimmung schon „etwas ganz Besonderes“.

Drei Tage nach dem Kölnmarathon wurde er 2012 ins Krankenhaus eingeliefert. Die erste Diagnose lautete „Migräne“. Zwei Tage brauchten die Mediziner, bevor sie bemerkten, was Dohrenbusch tatsächlich widerfahren war. „Ich hatte aber Glück gehabt“, weiß der 42-Jährige rückblickend. Und dementsprechend schaut er optimistisch in die Zukunft.

Ralf Sester ließ es sich natürlich nicht nehmen, wenigstens gemeinsam mit den Laufinteressierten zu starten und einige Meter die Parkhofstraße entlang zu laufen, bevor er umkehrte und das Rad bestieg. Von der Parkhofstraße ging es bei konstantem und durchaus angenehmem Laufwetter in Richtung Hilfarth. Dort ging es bei Sodekamp-Dohmen auf den Rurradweg, dem die kleine Gruppe in Richtung in Richtung Körrenzig folgte. „Mit dem Wetter hatten wir noch nie Probleme“, erinnerte sich Sester an die Jahre zuvor. Auch bei Schnee und Kälte wurde gelaufen. Da war das diesjährige Weihnachtswetter natürlich bestens geeignet.

Nicht zu warm und nicht zu kalt, dabei größtenteils trocken und ganz angenehm, um lange Strecken in Angriff zu nehmen. Von Körrenzig ging es über Rurich und durch die Wälder nach Doveren. Dort wurde unter anderem auch die Strecke entlang dem Kühlerhof gewählt, von dort aus ging es zum Doverener Sportplatz und schließlich zurück nach Hückelhoven.

Auch wenn diesmal keine Streckenposten bereit standen, um den Läufern den Weg zu zeigen, kannte man die Route nur zu genau. Denn auch im Sommer wird sie beim WEP-Lauf genutzt, der regelmäßig viele Teilnehmer aus der gesamten Region anzieht.

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