Windkraft an der A46 sorgt für dicke Luft

Von: hewi
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Der Windenergiepark zwischen der Autobahn und Doveren: In Hetzerath und Golkrath werden die derzeit diskutierten Erweiterungspläne mit Argwohn betrachtet. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz/Hückelhoven. Die Windkraftanlage an der A 46 bei Doveren soll nach Ansicht des Betreibers erneuert und vergrößert werden. Darüber hinaus sollen die beiden derzeit bestehenden Anlagen um eine dritte erweitert werden. Ein entsprechender Antrag sei beim Kreis Heinsberg bestellt worden, berichtete die Hückelhovener Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.

Das Ansinnen hat jetzt auf Erkelenzer Seite auch den Hetzerather und den Golkrather Bezirksausschuss mobilisiert. In einer gemeinsamen Erklärung betonten die beiden Ausschüsse, dass die unmittelbar von den Plänen betroffenen Erkelenzer Bürger an dem Genehmigungsverfahren beteiligt werden sollten. „In Houverath ist die Belastung durch Schattenwurf und Lärmimmission bereits jetzt grenzwertig“, betonte der Vorsitzende des Golkrather Bezirksausschusses, Klaus Füßer.

Höhere Anlagen im Rahmen des geplanten „Repowering“ von bis zu 200 Metern seien für die betroffenen Ortslagen „nicht hinnehmbar“. Der Kreis Heinsberg als Genehmigungsbehörde habe Erkelenz in dem Verfahren zur Genehmigung nicht beteiligt, ergänzt Füßer. In Bezug auf die geplante dritte Anlage sei die Stadt jedoch beteiligt worden und habe mit Blick auf die von Belastung betroffenen Ortslagen Hetzerath und Houverath eine negative Stellungnahme abgegeben.

Beteiligungsrecht der Bürger

Die geplante dritte Anlage macht auch Thomas Eickels Sorgen. Der Vorsitzende des Hetzerather Bezirksausschusses befürchtet, dass die Windkraftanlagen dadurch näher an Hetzerath „heranrücken“ würde. Sollten sich die Pläne auf der Hückelhovener Seite weiter konkretisieren, könnten Bürger aus den beiden Orten ähnlich wie in Wassenberg ihr Beteiligungsrecht einfordern.

Eickels und Füßer legten Wert darauf, dass sie nicht gegen Windenergie seien. Jedoch sei es nicht nachvollziehbar, weshalb die Hückelhovener Klimaziele auf Kosten der Lebensqualität der Bürger in den betroffenen Ortslagen erreicht werden sollten. „Es können nicht über die Köpfe der Bürger hinweg Tatsachen geschaffen werden“, betonte Füßer.

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