Willi Arlt macht Kunst mit Eisen und Texte mit Tiefgang

Von: Helmut Wichlatz
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Reliefartige Bilder mit dreidimensionaler Anmutung sind neben großen und kleinen Skulpturen Markenzeichen von Willi Arlt (l.). Christoph Stolzenberger und die stellvertretende Bürgermeisterin Astrid Wolters waren bei der Eröffnung der Ausstellung „Ferrum“ dabei. Foto: hewi

Erkelenz. Willi Arlt macht Kunst mit Eisen und Texte mit Tiefgang. Beide ergänzen sich oft und runden den gesamten kreativen Eindruck ab. Am Wochenende eröffnete im Haus Spiess eine Schau mit Werken des 62-Jährigen, der in Lindern lebt und arbeitet.

Ein Fokus liegt dabei durchaus auf den vergangenen beiden Jahren und den eisenharten Botschaften, die er in der Zeit geschaffen hat.

Arlts Werk lässt sich schwer in Worte fassen. Christoph Stolzenberger von der städtischen Kultur GmbH versuchte es und fand den Einstieg über die Mythologie und die lateinischen Wurzeln des Titels „Ferrum“. Unübersehbar sei, dass das chemische Eisen „Hauptbestandteil der Ausstellung ist“, erklärte er und betonte, dass der Begriff Ferrum wegen seiner nichtdeutschen Herkunft eine poetische Kraft habe. Der Besucher sei aufgefordert, die Bilder zu entdecken und für sich zu erschließen. Die Werke seien mehr als reine Darstellungen in Eisen, es seien „Spielstücke“ in einem sehr direkten Wortsinn.

Diese Spielstücke bestehen aus Draht, Eisenrohren oder Metallspänen. Alles, was ihn fasziniert, findet Einzug in seine Darstellungswelt. Ab und zu darf die Natur auch nachhelfen und rostige Stellen im Eisen werden zu Sonnen oder der sprühenden Energie. Es liegt im Auge des Betrachters. Und letzterem stand Arlt bei der Ausstellungseröffnung nur zu gerne Rede und Antwort. Denn Willi Arlt ist ein kommunikativer Mensch, der auch gerne etwas bewegt.

Vor einigen Wochen wurde er zum neuen Vorsitzenden des Kunstfördervereins „Pro Arte“ gewählt und trat die Nachfolge der Erkelenzer Künstlerin Beate Bündgen an. Einige Meter vom Haus Spiess aus in Richtung Franziskanerplatz hat der Verein die Räume eines ehemaligen Bestattungsinstitutes bezogen und wird regelmäßiger Folge Künstlern aus der Region die Möglichkeit geben, sich und ihr Werk zu präsentieren.

Neben großen und kleinen Skulpturen sind reliefartige Bilder mit dreidimensionaler Anmutung Markenzeichen der Kunst Willi Arlts.

Raum für eigene Gedanken

Vor rund zehn Jahren wendete sich der in Ochtrup geborene Künstler der Kunst zu. Und das zu gleichen Teilen der Sprachkunst und der darstellenden Kunst. Heute fließen beide Richtungen ineinander über und ergänzen sich zu einem prägenden Gesamteindruck. Seine Arbeiten tragen Titel wie „Der gefallene Engel“, „Hüter“ oder „Sisyphos Rast“ und bieten Raum für eigene Gedanken.

Die Ausstellung „Ferrum“ ist samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Ausstellungsende ist am Sonntag, 19. Februar.

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