Wie vital ist die Erkelenzer Innenstadt?

Von: Helmut Wichlatz
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Einen Überblick verschaffen: Die Attraktivität der Einkaufsstadt Erkelenz wird genauer unter die Lupe genommen. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Die Stadt und der Gewerbering wollen wissen, ob und wie die Erkelenzer in der Stadt einkaufen. Bei einer Befragung wurden in der vergangenen Woche donnerstags und samstags rund 450 Interviews geführt, bei denen die Befragten der Einkaufsstadt Erkelenz Schulnoten von eins bis sechs geben konnten. Die Fragen wurden im Rahmen der Untersuchung „Vitale Innenstädte 2014“ erarbeitet, die in 63 Städten stattfindet.

Anhand der gewonnenen Daten wollen das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) und seine Projektpartner vor Ort Informationen über das Einkaufsverhalten der Innenstadtbesucher erlangen sowie ungenutzte Potenziale aufdecken oder Sortimentslücken schließen. Anhand von „Stärken- und Schwächenprofilen“ können Ansätze für Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet werden, wie Nicole Stoffels vom Referat für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung bei der Vorstellung des Fragenkatalogs im Rathaus betonte.

In Erkelenz will man sich aber nicht nur auf die vor Ort gewonnenen Daten verlassen. Vielmehr wird der Fragenkatalog auch auf der Homepage der Stadt veröffentlicht. Alle Bürger, Kunden oder Besucher der Stadt können ihn anonym ausfüllen.

„Wir wollen die Stadt zukunftsfähig machen“, erklärte Bürgermeister Peter Jansen. Dazu müsse man die Bedürfnisse der Bürger kennen und Angebotslücken, wenn sie bekannt sind, auch schließen. „Wenn wir es nicht tun, dann tun es andere“, fügte er hinzu. Der Wettbewerb zwischen den Städten dürfe auch nicht unterschätzt werden. Deshalb soll den Bürgern auf den Zahn gefühlt werden mit Fragen nach der Attraktivität der Innenstadt, der Verkehrsanbindung, der Erreichbarkeit und der Verweildauer. Alles kann von „sehr gut“ bis „ungenügend“ bewertet werden.

Darüber hinaus können die Teilnehmer an der Online-Befragung auch frei von der Leber weg aufschreiben, was ihnen gefällt oder auch nicht – und vor allem warum. Aus den Antworten können Stoffels und ihr Team ableiten, was die Stadt für den „Wohlfühl-Faktor“ in der Stadt tun kann.

Ein weiteres Großprojekt kann durchaus von den Ergebnissen der Umfrage profitieren: das „alte“ Amtsgericht, dessen Grundstück spätestens ab 2016 zur Vermarktung und Ansiedlung von Gewerbe zur Verfügung steht. Von diesem Projekt verspricht sich die Stadt auch eine weitere Belebung der Kölner Straße.

Die Umfrage ist laut Stadt Erkelenz ab sofort auf der Homepage eingestellt und kann online in rund zehn Minuten beantwortet werden.

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