Wie soll Erkelenz im Jahr 2030 aussehen?

Von: Helmut Wichlatz
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Wie werden die Menschen in 14 Jahren in Erkelenz leben? Woher wird die Energie kommen? Mit diesen Themen haben sich Schüler der Erkelenzer Europaschule beschäftigt. Sie haben zu den Themenkomplexen „Bildung mal anders“, „Erkelenz wird grün“ und „Grüner wohnen“ Ideen entwickelt und ihre Gedanken und Pläne mit Schautafeln und Modellen veranschaulicht und sie im Alten Rathaus präsentiert. Fotos (2): Wichlatz Foto: Wichlatz
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Wie werden die Menschen in 14 Jahren in Erkelenz leben? Woher wird die Energie kommen? Mit diesen Themen haben sich Schüler der Erkelenzer Europaschule beschäftigt. Sie haben zu den Themenkomplexen „Bildung mal anders“, „Erkelenz wird grün“ und „Grüner wohnen“ Ideen entwickelt und ihre Gedanken und Pläne mit Schautafeln und Modellen veranschaulicht und sie im Alten Rathaus präsentiert. Fotos (2): Wichlatz Foto: Wichlatz

Erkelenz. Wie soll die Stadt im Jahr 2030 aussehen? Wie werden die Menschen leben und zusammenleben, woher wird die Energie kommen? Diesen Fragen widmeten sich 23 Schüler der Europaschule eine Woche lang auf Einladung des bundesweiten Projektes „Jugend denkt Zukunft“, an dem sich Schulen und Wirtschaftsunternehmen gleichermaßen beteiligen.

Eine Woche lang steckten sie in der Stadthalle und im Alten Rathaus die Köpfe zusammen. Dabei entwickelten sie eine Idee in der Idee: einen fiktiven Wettbewerb einer Stiftung, die im Jahr 2030 zehn Millionen Euro für ein innovatives Start-up ausschreibt. Die einzelnen „Firmen“ konnten sich mit ihrer Geschäftsidee vorstellen und um Förderung bewerben. Die Präsentation fand dann live vor geladenem Publikum aus Wirtschaft, Schulen und Politik im Alten Rathaus statt. In der Region ist RWE Power dabei, wenn es darum geht, das Wirtschaft-Schule-Projekt zu unterstützen.

Denk- und Grübelarbeit

Zum dritten Mal war Erkelenz als direkt vom Tagebau betroffene Gemeinde mit einer Schule dabei. Neben Denk- und Grübelarbeit gab es auch einen Ausflug zu einem Kraftwerk, Ausbildungsbetrieben des Unternehmens und zum Tagebau, der am Ende rund ein Viertel der Stadtfläche gefressen hat. Dafür hinterlässt er ein Loch, um das sich dann auch gleich zwei der vorgestellten Ideen drehten. Einmal stellte eine Projektgruppe ein waghalsiges Projekt in Form einer multifunktionalen Unterwasserwelt im Restsee vor. Besonders tricky: Gebaut werden soll die Konstruktion, solange noch kein Wasser im Loch ist.

Mit dem Ansteigen des Wasserpegels wird dann aus dem futuristischen Turm gleich neben Holzweiler eine zusammenhängende Unterwasserwelt mit Freizeit-, Shopping- und Wohnangeboten auf mehreren Etagen. Gregor vom Projektteam hob vor allem die Einzigartigkeit des Projektes vor, die sich auch auf Erkelenz übertragen würde.

Eine andere Gruppe wollte den Restsee ebenfalls nutzen, um in einer riesigen Unterwasserkugel verschiedene Klimazonen künstlich zu erzeugen. Neben dem Urlaub, der scheinbar einen großen Stellenwert in den Überlegungen der Schüler hatte, würde dieses Projekt auch der Klimaforschung nutzen, argumentierten seine Erfinder.

Hologrammindustrie

Da kamen dann die beiden Themenkomplexe „Bildung mal anders“ und „Grüner leben“ zusammen und brachten dem fiktiven Start-up den fiktiven Pott mit zehn Millionen.

Da mussten sich auch ein Unternehmen der 2030 existierenden Hologrammindustrie und zum Glück auch das Team geschlagen geben, das an der Rur ein Kernkraftwerk errichten und die Gewinne in Bildung und Schulen stecken wollte.

Moralische Sieger waren sicher die Schüler, die gegen eine Zukunft voller Robotern und Maschinen das Mehrgenerationen-Wohnen und damit ein soziales Miteinander umsetzen wollten.

Bürgermeister Peter Jansen betonte, dass gerade der Input junger Menschen bei der Diskussion um die Zukunft nach dem Tagebau wichtig sei.

Schulleiter Willi Schmitz sagte, dass ihn berührt habe, dass die Schüler neben technologischen Zukunftsvisionen auch die „urmenschliche Frage nach dem Zusammenleben der Menschen“ aufgeworfen hätten.

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