Wie lernt ein Roboter, Reifen zu schubsen?

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Lust aufs Programmieren: Schüler des Heinsberger Kreisgymnasiums lernten auch wie Computerspiele gebaut werden.

Heinsberg. An einem Samstag freiwillig zur Schule gehen und dort lernen? 37 Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen fünf bis acht des Kreisgymnasiums Heinsberg haben genau das trotz knapper Freizeit getan, und zwar mit großer Begeisterung.

Marion Maybaum und Dr. Nadine Boymans, Lehrerinnen des Kreisgymnasiums, hatten den Verein „DevCamps4Kids“ für ein Schulprojekt engagieren können.

Die von Daniel Sachse gegründete Organisation aus dem Kölner Raum hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch das Angebot von Workshops das Interesse Jugendlicher am Programmieren zu wecken und zu fördern. Ein Team aus ungefähr dreißig Fachleuten aus der IT-Branche unterstützen das Projekt in ihrer Freizeit.

„Wir haben mit den Programmen ‚Eclipsee_SSLq und ‚Forgee_SSLq gearbeitet“, erklären Pascal Back und Henrik Neutgens aus der achten Jahrgangsstufe begeistert, „und dabei ein Computerspiel eigenständig erweitert.“

Daniel Sachse und zwei seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter, Timo Derstappen und Björn Kutzner, führten die Schüler per Powerpoint-Präsentation in die verschiedenen Themen ein. Anschließend ging es in die Praxis. Die Kinder der Jahrgangsstufen fünf und sechs beschäftigten sich mit dem System „Lego mindstorms“. Hier lernten sie, einen Lego-Roboter so zu programmieren, dass er verschiedene Aufgaben erfüllen konnte, zum Beispiel einen Stapel Reifen umstoßen.

Später arbeiteten sie mit „Scratch“, bei dem einfache, bereits vorgefertigte Programmierbefehle aneinander gereiht werden können, so dass komplexere Handlungen oder Spiele entstehen. Die Schüler der siebten und achten Jahrgangsstufen setzten sich mit dem Spiel „Minecraft“ auseinander. Sie erhielten ein Programm, mit dem sie nach der Einführung durch „DevCamps4Kids“ nun in der Lage sind, eigene Szenen oder Effekte in das bei Jugendlichen beliebte Computerspiel einzubauen.

Den Mitarbeitern von „DevCamps4Kids“ gelang es spielerisch und nicht zuletzt durch ihre eigene Begeisterung, den Jugendlichen einen spannenden Samstag in der Schule zu bieten.

Wie alle der knapp 50 an diesem Tag anwesenden Schüler bereuten Pascal und Henrik es jedenfalls nicht, in ihrer Freizeit dieses Angebot genutzt zu haben.

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