Wichtige Infos für Ferienbetreuung und offene Ganztagsschulen

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Wichtige Informationen vermittelt: Referent Markus Granrath, Karl-Ernst Dahmen, Leiter Abteilung Jugend und Familie des Caritasverbandes, Angela Weingartz, Koordinatorin der Offenen Ganztagsschule des Caritasverbandes, und Helmut Holländer, Erster Beigeordneter der Stadt Hückelhoven (v. l.).

Hückelhoven. „Das waren praxisnahe und nachvollziehbare Ausführungen. Sie haben hoffentlich dazu beigetragen, Ihnen Handlungssicherheit zu geben.“ Dieses Fazit zog Karl-Ernst Dahmen, Leiter der Abteilung Jugend und Familie des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, am Ende des Vortrags von Referent Markus Granrath zum Thema „Aufsichtspflicht und Datenschutz im offenen Ganztag“ beim Hückelhovener Fachforum, zu dem der Caritasverband in Kooperation mit der Stadt Hückelhoven in den Pfarrsaal St. Barbara eingeladen hatte.

Rund 130 Schulleiter, Lehrer, sozialpädagogische Fach- und Ergänzungskräfte der Ganztagsgrundschulen nahmen an der Veranstaltung teil. Sie erlebten einen Vortrag, bei dem sie als Zuhörer immer wieder eingebunden wurden und Fragen stellen konnten.

Das Hückelhovener Fachforum sei mittlerweile eine Traditionsveranstaltung, sagte Helmut Holländer, Erster Beigeordneter der Stadt Hückelhoven. Das Thema Aufsichtspflicht und Datenschutz in der OGS sei hochaktuell, erklärte er.

Er überließ es dann dem Referenten Markus Granrath, die Thematik praxisnah zu beleuchten. Dieser führte zunächst aus, dass die Aufsichtspflicht die Verpflichtung ist, möglichst dafür zu sorgen, dass Kindern, die betreut werden, nichts passiert und keiner dritten Person Schaden zugefügt wird. „Wir müssen wissen, wo sich die uns anvertrauten Kinder befinden und was diese gerade tun“, sagte er. Die Aufsichtspflicht beginne und ende am Schulgrundstück.

Nachfolgend verdeutlichte er, wie man sich auf die Übernahme der Aufsichtspflicht im offenen Ganztag vorbereitet. Es gilt, sich zu erkundigen, welche Kinder am Vormittag in der Schule fehlten, wie der Zustand der Gruppe ist und ob es Konflikte gibt, die möglicherweise in den Nachmittag hereinwirken könnten. Grundsätzlich sollte sich jeder Informationen zur Gruppe und zu den Betreuten besorgen sowie Einschätzungen treffen.

Zu den Informationen zählen das Alter, Behinderungen, Krankheiten, Allergien, die Freiräume, die die Eltern gewähren, Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Kenntnisse. Gleiches gelte auch für die Betreuung von Kindern in den Ferien, die man oft nicht kenne. „Sie können bei den abgebenden Schulen nachfragen. Ansonsten sollten Sie sich in den ersten Tagen selber ein Bild von den Kindern machen, um sie einschätzen zu können“, riet der Referent.

Gleichzeitig empfahl er, dass die OGS-Kräfte sich alle Örtlichkeiten im Hinblick auf Sicherheit und mögliche Gefahrenquellen anschauen sollten.

Die Anzahl der aufsichtführenden Mitarbeiter ist abhängig von der Größe der Gruppe und der geplanten Aktivität, informierte er weiter. Um haftungstechnisch komplett abgesichert zu sein, gibt es seinen Ausführungen zufolge vier Schritte.

1. Es müssen dem Alter entsprechende richtige Anweisungen gegeben werden.

2. Das Einhalten und die Ausführung der Anweisungen muss überwacht und kontrolliert werden.

3. Bei Bedarf sind die Betreuten zur Ordnung zu rufen und zu ermahnen.

4. Bei Bedarf sollten Konsequenzen aus dem Missverhalten gezogen werden.

Zum Datenschutz bemerkte der Referent abschließend, dass Sorge dafür zu tragen ist, dass Dritte keinen Zugang zu den persönlichen Daten haben. Papierakten müssen in einem abschließbaren Schrank aufbewahrt werden. Grundsätzlich darf es nur eine Papierakte in der Schule geben. Müssen Dritte in einem Einzelfall beteiligt werden, braucht es dazu eine Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten. Noch besser sei es, diese am Austausch zu beteiligen, erklärte Markus Granrath.

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