Heinsberg/Düsseldorf - Wettbewerb im Blutspenden gewinnt Förderpreis

Wettbewerb im Blutspenden gewinnt Förderpreis

Von: anna
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Nazim Yildirim (re.), Organisator des Vereinswettbewerbs, im Gespräch mit Fernsehmoderator Peter Großmann. Foto: anna

Heinsberg/Düsseldorf. Hinauf aufs Siegerpodest hat der 1. FC Heinsberg-Lieck es nicht ganz geschafft. Doch immerhin: Mit seiner Idee eines Wettbewerbs im Blutspenden unter dem Motto „Verein(t) Leben retten“ schaffte der Verein es im Finale um den Silbernen Stern des Sports in Nordrhein-Westfalen unter die letzten fünf von insgesamt 204 Vereinen, die sich auf Landesebene beworben hatten.

Bei diesem Wettbewerb, den der Deutsche Olympische Sportbund gemeinsam mit den Volks- und Raiffeisenbanken durchführt, gehe es nicht um „höher, schneller, weiter, sondern um Fairness, Toleranz und Verantwortung“, betonte der Fernsehmoderator Peter Großmann, der die Verleihung des Silbernen Sterns im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf moderierte.

Nazim Yildirim, Jugendleiter des Vereins, der den Wettbewerb organisiert hatte, konnte während der Veranstaltung im Interview mit Großmann das Projekt noch einmal vorstellen, das bei der Weihnachtsfeier der Seniorenspieler im vergangenen Jahr seinen Ursprung hatte.

Die Spieler wollten damals den Erlös ihrer Tombola nicht einfach nur spenden, sondern auch selbst noch etwas Gutes tun. So war die Idee zur Blutspendeaktion entstanden, die dann in Form eines Vereinswettbewerbs in der Heinsberger Realschule zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz durchgeführt wurde.

Insgesamt 163 Blutspenden kamen dabei in vier Stunden zusammen, davon 63 Erstspenden. Nach den Erfahrungen des DRK sind es ansonsten bei normalen Terminen zwischen 80 und 100 Spenden, darunter zwischen vier und sechs Erstspenden. Den Wanderpokal für die beste Mannschaft erhielten die Spieler des FSV 09 Geilenkirchen-Hünshoven.

Sie hatten sich mit 18 Blutspendern an der Aktion beteiligt. Darüber hinaus konnte der 1. FC Heinsberg-Lieck noch jeweils 1000 Euro an die beiden Tafeln in Heinsberg und Oberbruch übergeben, die als Geldspenden bei der Aktion zusammengekommen waren. Im kommenden Jahr soll der Wettbewerb wiederholt werden, voraussichtlich nicht nur in Heinsberg, sondern auch in zwei weiteren Städten des Kreises.

Im Ministerium belohnt wurde diese Aktion jetzt mit einer Urkunde, die Yildirim aus den Händen von Andrea Milz, der Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, entgegennahm. Hinzu kam ein Förderpreis in Höhe von 500 Euro, den Ralf W. Barkey, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbands – Verband der Regionen, überreichte. Dritter im Bunde der Gratulanten war Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes.

Der erste Preis in Form des Sterns in Silber, der zur Teilnahme am Finale um den Goldenen Stern des Sports in Berlin berechtigt, ging an die Wuppertaler Sektion des Deutschen Alpenvereins, die sich „Die GäMSen“ nennt. „Vom Rollstuhl in die Kletterwand“ lautet das Motto der Klettergruppe für Menschen, die an Multipler Sklerose leiden und sich dennoch Kletterausflüge in Höhen über 2000 Meter zutrauen.

Auf die Plätze zwei und drei kamen Vereine aus Hallenberg-Braunshausen und aus Plettenberg. Ebenfalls über einen Förderpreis freuten sich wie die Heinsberger die Vertreter eines Bielefelder Vereins.

„Ich bin glücklich, dass ich hier sein durfte“, freute sich Yildirim nach der Preisverleihung. „Und Gewinner der Herzen sind wir doch alle, schmunzelte er in die Kameras der zahlreich anwesenden Fotografen. „Ich bin stolz darauf, ganz unabhängig von der Platzierung“, erklärte Bürgermeister Wolfgang Dieder, der ebenfalls mit zur Preisverleihung nach Düsseldorf gefahren war.

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