Werkschor „Glückauf“ schöpft zum Abschied aus dem Vollen

Von: Helmut Wichlatz
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Fulminantes Ende: Der Werkschor „Glückauf“ hat sein letztes Herbstkonzert gegeben. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Das Herbstkonzert des Werkschors „Glückauf“ des Unternehmens MHWirth ist eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Stadt. Zumindest war es bislang so. Denn Ende des Jahres löst sich der vor 64 Jahren gegründete Chor auf.

Aus Altersgründen, wie der Vorsitzende Gottfried Reinartz bei der Begrüßung der Gäste im Pfarrzentrum erklärte. Das Durchschnittsalter der Chormitglieder liege bei 75 Jahren, Nachwuchs sei nicht in Sicht. „Wir wollen nicht sehen, wie der Chor langsam dahinsiecht“, sagte er und fügte im Anschluss an eine Liedzeile hinzu: „Das Herz sagt ja, der Körper sagt nein.“

Also luden die Sänger unter der Leitung von Alexandra Hillebrands zum letzten Mal zur musikalischen Zeitreise ein. Diesmal schöpften sie noch einmal aus dem Vollen und einem Repertoire, das im Laufe der Jahrzehnte auf über 150 Titel angewachsen ist. Im Laufe der Jahre hat der Chor mit bekannten Namen wie dem Tenor Rudolf Schock oder der Operndiva Ingeborg Hallstein gesungen.

Auch zum Abschied hatten die Sänger Musiker eingeladen, um ihr Programm noch abwechslungsreicher zu gestalten. Neben dem Tenor Robert Hillebrand waren dies die Sopranistin Andrea Hörkens und Frank Scholzen, der das Konzert am Flügel begleitete.

Alexandra Hillebrands leitet den Werkschor seit 1997, als sie den Chor von Franzjosef Franzen übernahm. Mit ihrem Chor hat sie ein Repertoire einstudiert, das von unterhaltsamen Operettenliedern und volkstümlichem Liedgut bis hin zu Chansons von Edith Piaf und klassischer Oper reicht. Durch die gesangliche Unterstützung konnte der Chor noch einmal Akzente setzen.

So überließen die Sänger den beiden Solisten die Bühne allein oder sangen gemeinsam mit ihnen. Mit „Frisch gesungen“ und „Vom Naschen“ eröffnete der Chor humorvoll und lebensfroh, bevor Hörkens und Hillebrands mit Mozarts „Ave Maria“ in das Konzertprogramm einstiegen. Dann ging es im Wechsel weiter. Auf den „Zigeunerchor“ aus Verdis Oper „Der Troubadour“ und den „Chor der Gefangenen“ aus der Oper „Nabucco“ folgte die Sopranistin mit Bellinis „Vasta Diva“ aus der Oper „Norma“.

Es übernahm der Tenor, um gemeinsam mit dem Chor „Klein Zack“ aus Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“ vorzutragen. Romantisch wurde es ab dem „Andalusischen Tanz“, auf den Léhars „Warum hast du mich wachgeküsst“ und „Gern hab ich die Fraun geküsst“ folgten. Hier setzten die beiden Solisten mit Lionel Ritchies „The magic of Love“ einen thematischen Höhepunkt. Zum Abschied vereinten sich alle Stimmen zu Léhars „Lippen schweigen“ aus „Die lustige Witwe“ und Verdis „Libiamo ne ´lieti calici“ aus „LaTraviata“.

Das eigentliche Finale für den Chor findet im Hermann-Josef-Krankenhaus statt. Dort versammeln sich die Sänger traditionell, um mit den Patienten zur Einstimmung in die Weihnachtszeit zu singen.

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