Werbegemeinschaft Wegberg: Irritation nach Markt-Absage

Von: Monika Baltes
Letzte Aktualisierung:

Wegberg. „Unter diesen Voraussetzungen hat der Vorstand der Werbegemeinschaft beschlossen, dass der Adventsmarkt 2017 nicht stattfindet“, wendet sich die Werbegemeinschaft Wegberg mit einem Schreiben an die Öffentlichkeit.

„Diese Voraussetzungen“, das sind die Anforderungen an den Brandschutz in der Fußgängerzone in Wegberg, die Stadtbrandinspektor Ralf Jacobs Anfang des Monats im Ausschuss für Tourismus, Kultur, Sport und Verkehr vorgestellt hatte und das Aufstellen von Ständen „nur noch sehr eingeschränkt möglich macht“, wie die Werbegemeinschaft beklagt.

Das Stadtmarketing Wegberg hatte sich – vorgestellt in der selben Sitzung – bei den Planungen für den Adventsmarkt auf den Bereich von Kirche und Kirchenmauer sowie den Klosterinnenhof beschränkt und eine Ausweitung auf die Fußgängerzone mit Hinweis auf den Brandschutz ausgeschlossen.

Diese negative Entwicklung für die Gewerbetreibenden in der Fußgängerzone und den Wegfall von Veranstaltungen möchte die Werbegemeinschaft gerne verhindern. Bei allem Verständnis dafür, dass der Brandschutz gewährleistet sein müsse, fragt sich die Werbegemeinschaft, ob dieser in der Vergangenheit nicht gegeben war und wie die Nachbarstädte das organisieren. „Zudem halten wir eine Stellungnahme des Kreisbrandinspektors für notwendig.“ Der allseits beliebte Winterzauber werde von der Absage nicht betroffen sein, versichert die Werbegemeinschaft, aber ob das Frühlings- und Herbstfest sowie der Adventsmarkt 2018 in der bisherigen Form durchgeführt werden können, „können wir heute noch nicht abschließend beurteilen“.

Absage sorgt für Irritationen

Es verwundert nicht, dass diese Absage für Irritationen bei der Stadt Wegberg sorgte. Die Werbegemeinschaft hat nämlich im Alleingang eine gemeinschaftliche Veranstaltung abgesagt, denn in den vergangenen beiden Jahren war das Stadtmarketing für die Organisation verantwortlich, finanziell unterstützt durch die Werbegemeinschaft. „Eine vorherige Aussprache zu diesem Thema mit allen Beteiligten wäre aus Sicht der Verwaltung sinnvoll und notwendig gewesen. Einseitige Aktionen lösen nicht das Problem“, teilt die Stadt Wegberg mit.

Im Ausschuss sei zudem beschlossen worden, dass eine exakte Festlegung von Stellflächen erfolgen soll, bevor über alternative Standorte für den Adventsmarkt nachgedacht werde. Denn neben dem Brandschutz und der Sicherheit für die Bürger müssten bei den Planungen auch die Interessen der Unternehmer in der Innenstadt berücksichtigt werden. Bürgermeister Michael Stock betont, dass es erforderlich sei, einen Konsens zu finden, der sowohl die gesetzlichen Vorgaben als auch die Interessen der Unternehmerschaft berücksichtigt. Er hat daher den Vorstand der Werbegemeinschaft zu einem Gespräch am 27. September eingeladen.

Und weil auch die Werbegemeinschaft in ihrer Mitteilung die Bereitschaft zum Dialog bekundet hat, gibt sich der Stadtsprecher Ulrich Lambertz auf Nachfrage „optimistisch“. Erste Schritte in die richtige Richtung seien bereits getan, damit er doch stattfinden kann, der Adventsmarkt am ersten Dezember-Wochenende.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert