Wegberg - Weltstars der Fusion-Szene begeistern die Fans

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Weltstars der Fusion-Szene begeistern die Fans

Von: Anna Petra Thomas
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Vier Weltstars auf der Wegberger Bühne vereint: Mike Stern, Steve Smith, Didier Lockwood und Tom Kennedy (von links). Foto: Anna Petra Thomas

Wegberg. Nicht nur die Kernwoche mit einem hochkarätig besetzten Wettbewerb macht das internationale Heinsberger Gitarrenfestival aus, sondern auch Konzerte mit weiteren „Gitarrenthemen“ in anderen Orten der Region. So ist das Wegberger Forum nach dem Besuch von Robben Ford vor zwei Jahren mit dem sogenannten Fusion-Sound der E-Gitarre besetzt.

Das Attribut „hochkarätig“ galt da in diesem Jahr allerdings nicht nur für den Gitarristen Mike Stern, der mit seinen mittlerweile fünf Grammy-Nominierungen zur Weltspitze der Fusion-Szene gehört. So bot der Abend auch reichlich Raum für Solopassagen seiner drei „Begleiter“. Stern drängte sich da nie in den Vordergrund

Der Violinist Didier Lockwood war einer davon. Wie Stern spielte auch er schon mit den Legenden der Szene, etwa Dave Brubeck, Billy Cobham, Miles Davis oder Herbie Hancock. Und wie Stern entlockte auch Lockwood seinem Instrument Töne, bei denen man sicher war, sie so zuvor noch niemals gehört zu haben. Das galt nicht nur für die ganz lauten, fulminanten Jazzklänge, sondern auch für die ganz leisen Töne. Die konnten die beiden auch hervorragend.

Dritter im Bunde war der Bassist Tom Kennedy, der ganz schnell deutlich machte, dass der Bass im Jazz sehr gut als Soloinstrument geeignet ist. Mit der Band von Dave Weckl wurde Kennedy bekannt, spielte aber auch schon mit Größen wie Simon Philips, Steve Gadd, Frank Bambale, Steve Lukaher, Dave Grusin oder Lee Rintenour. Klar, dass er da vom Publikum für seine Solopassagen ebenfalls großen Beifall erntete.

Das galt nicht zuletzt für Schlagzeuger Steve Smith. Bereits fünf Mal in Folge hat ihn das „Modern Drummer Magazine“ zum „No. 1 All-Around Drummer“ gewählt. 2001 wurde er sogar zu einem der „Top Drummer of All Time“ gekürt. „Er ist einer von den Schlagzeugern, wegen denen ich angefangen habe, Schlagzeug zu spielen“, gestand Ulf Stricker, Lehrer der Jugendmusikschule in Heinsberg.

Von dort waren natürlich auch die Initiatoren des Gitarrenfestivals, Roman Vizovskiy und Theo Krings, nach Wegberg gekommen. Krings freute sich, dass trotz „gehackter“ Internetseite des Festivals und dadurch unmöglicher Kartenreservierung im Vorfeld immerhin noch rund 300 Fans aus der Fusion-Szene den Weg ins Forum gefunden hatten.

Dazu gehörten auch zwei Fusion-Freunde aus Lüttich. „Das ist die Crème der Musiker“, erklärte einer von ihnen. Die weiteste Anreise nach Wegberg dürfte Emile Elliott aus Hawaii gehabt haben. In New York habe er Sterns schon mehrfach gesehen, erklärte der aus dieser Stadt stammende Macadamia-Nuss-Farmer. Er war mit seiner Frau nach Wegberg gekommen, die ihre familiären Wurzeln im niederländischen Rotterdam hat. Er selbst spiele als Bassist „Bluegrass“, eine Stilrichtung der Coun-trymusik, erzählte er Stern, den er in der Pause beim Verkauf von CDs traf und von dem er natürlich auch ein Autogramm ergatterte.

Im zweiten Set nach der Pause folgte auf eher ruhige Klänge schließlich eine Hommage an Jimi Hendrix, die das Publikum erneut überzeugte. Dem umjubelten Applaus ließ das Quartett natürlich noch eine Zugabe folgen.

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