Weitere Rücktritte in der Kempener CDU

Von: anna
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Heinsberg-Kempen. Infolge des Ratsbeschlusses zur Schließung des Grundschulstandorts Kempen kommt die CDU im Dorf nicht zur Ruhe. Nachdem bereits Mitte Dezember letzten Jahres der Ortsverbandsvorsitzende Walter Forscheln sein Amt niedergelegt hatte, ist jetzt auch Ralf Baumann, Stadtverordneter für den Wahlkreis Kempen im Rat und zugleich Ortsvorsteher von Kempen, von seinen beiden Ämtern zurückgetreten.

 „Aus gesundheitlichen Gründen“, erklärte er gegenüber unserer Zeitung. Mehr wollte er dazu nicht sagen.

Damit aber nicht genug: Werner Hawinkels, bisher persönlicher Vertreter von Ralf Baumann, der jetzt im Stadtrat nachrücken würde, hat seine Ämter ebenfalls zur Verfügung gestellt: nicht nur das des persönlichen Vertreters, sondern auch das des sachkundigen Bürgers im Schul- und Kulturausschuss sowie das des stellvertretenden Vorsitzenden im Ortsverband. „Aus persönlichen Gründen“, ließ er unsere Zeitung dazu am Donnerstag kurz und knapp wissen. Mehr war auch von ihm nicht zu erfahren.

Nur so viel noch: Zugleich hätten auch die beiden im CDU-Ortsverbandsvorstand verbliebenen Mitglieder ihre Ämter niedergelegt, bestätigte er. Damit sind auch der ehemalige stellvertretende Bürgermeister Heinsbergs, Walter Geiser, und Josef Himmels, beide Beisitzer im Vorstand, nicht mehr im Amt. Der Ortsverband in Kempen steht ohne Vorstand da. Wie es jetzt mit dem Ortsverband weitergehe, obliege der Verantwortung des Stadtverbands, so Hawinkels.

Da im Stadtrat für Baumann auch sein Stellvertreter nicht mehr zur Verfügung steht, kommt jetzt der nächste Kandidat, in diesem Fall eine Kandidatin, auf der Liste zum Zuge. Wie CDU-Stadtverbandsvorsitzender Herbert Eßer am Donnerstag bestätigte, ist dies Inge Schmitz aus Randerath, die Vorsitzende der Frauen-Union im Stadtverband Heinsberg.

Bei den Schreiben von Baumann und Hawinkels, deren Eingang im Rathaus Heinsbergs Pressesprecher Carsten Cordewener am Donnerstag bestätigte, handele es sich bisher um Absichtserklärungen. „Nach dem Kommunalwahlrecht ist für ein solches Vorhaben jedoch eine schriftliche Erklärung zur Niederschrift vor dem Wahlleiter erforderlich“, so Cordewener. Der Wahlleiter ist in diesem Fall der Bürgermeister der Stadt. „Solange diese Formalien nicht geklärt sind, kann zu einer möglichen Nachrückung im Stadtrat noch keine abschließende Auskunft erteilt werden.“

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