Weihbischof nimmt Segnung vor: Erste Hochzeit und Taufe stehen an

Von: Helmut Wichlatz
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Neue Kapelle in Borschemich (neu): Noch haben die Handwerker einiges zu tun, bevor das Gebäude am kommenden Sonntag gesegnet wird. Im Turm sind die aus der alten Kirche stammenden Glocken indes bereits fest installiert. Foto: Helmut Wichlatz
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Anpacken ist angesagt: Auch Pastor Werner Rombach (r.) hilft bei den letzten Vorbereitungen. Foto: Helmut Wichlatz
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Vier Glocken für den neuen Glockenturm konnten mitgenommen werden. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz-Borschemich (neu). Es ist so weit: Am Sonntag, 3. Mai, wird die Kapelle im Umsiedlungsort Borschemich (neu) von Weihbischof Johannes Bündgens konsekriert. Bis dahin ist noch eine Menge zu tun. Davon konnten sich Mitglieder der Kapellengemeinde nun vor Ort überzeugen.

Noch steht keine Bank, und der Boden ist mit Schutzfolien ausgelegt. Die Handwerker montieren die zwölf Kreuzmale, an denen die Kapelle am 3. Mai eingesegnet wird, nachdem der Altar gesalbt und durch das Abbrennen von Weihrauch seiner Bestimmung zugeführt worden ist.

Altar, Fenster, Glocken

Über die Gestalt des „Silos“ wurde diskutiert, wie Ralf Cremer vom Kapellenvorstand berichtete. „Von innen hat sie allerdings bisher kaum jemand gesehen“, weiß er. Was es da zu sehen gibt, ist beeindruckend. Rund 80 Sitzplätze wird die Kapelle mit ihrer Grundfläche von 17 mal 10 Metern aufweisen, wobei die Bänke zu den wenigen neuen Einrichtungsgegenständen gehören.

Ein großer Teil des Inventars konnte aus der alten Kirche mitgenommen und teilweise angepasst werden. So wird der Altar auf die neu benötigten Maße zurechtgeschnitten, der Ambo wird aus den ehemaligen Messdienersitzen gefertigt, und auch der alte Hochaltar hat seinen Platz in der neuen Kapelle bereits gefunden.

Die drei bunten Fenster an der Kopfseite der Kapelle stammen ebenfalls aus Borschemich, das Glas wurde auf die neuen Maße zurechtgeschnitten. Die übrigen Fenster, jeweils fünf pro Seite, sind klar und sorgen für eine Lichtdurchflutung des Kapellenraumes.

Im Eingangsbereich hängen Bilder von St. Martin, die von den Seitenflügeln des alten Hochaltars stammen. Die Orgel mit zehn Registern ist neu und stammt aus dem Gemeindezentrum St. Remigius in Viersen. Die alte Borschemicher Orgel erklingt jetzt zu den Messen in St. Lambertus, wo sie als Chororgel und Ersatz für die derzeit fehlende Hauptorgel zum Einsatz kommt.

Die Orgelempore ragt schräg in den Raum. Sie ist um 14 Grad versetzt, um eine östliche Achse zu schaffen. Denn das Grundstück ließ eine Ostausrichtung der Kapelle nicht zu. Dies „korrigierte“ Architekt Elmar Sommer durch die Ausrichtung von Empore und Altar.

Besonders froh sind die Borschemicher, dass sie das Turmbesteck der alten Kirche und die Turmuhr ebenso wie vier Glocken für den neuen Glockenturm mitnehmen konnten. Darunter ist auch die kleine Totenglocke aus dem 16. Jahrhundert. Das Taufbecken, das ebenfalls den Weg in die neue Kapelle gefunden hat, stammt noch aus der Vorgängerkirche der 1907 erbauten Kirche in Borschemich.

Auch Pastor Werner Rombach ist zufrieden mit dem rund 30 Meter langen und elf Meter tiefen Backsteinbau. Er knüpfe an die romanische Bauweise an und sei mit Kapelle und angeschlossenem Versammlungsraum gut geeignet für den Bedarf der Borschemicher. Die Kapellengemeinde musste auch den Unterhalt für die nächsten 80 Jahre sicherstellen, was ebenfalls mit der Entschädigungs- und Bausumme von rund 2,5 Millionen Euro abgedeckt ist.

Die erste Hochzeit in der Borschemicher Kapelle ist für den August geplant, der Termin für die erste Taufe am neuen Standort stehe auch schon fest, wie Heidi Korsten von der Kapellengemeinde berichtet. Doch zuerst einmal muss die Kapelle am 3. Mai „bezugsfertig“ sein, und bis dahin ist noch allerhand zu tun.

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