Wegberg - Wegberger Innenstadt hat sich für den Adventsmarkt herausgeputzt

Wegberger Innenstadt hat sich für den Adventsmarkt herausgeputzt

Von: mb
Letzte Aktualisierung:
9019432.jpg
Beim Wegberger Adventsmarkt kamen nicht nur die Dekofans auf ihre Kosten. Foto: mb

Wegberg. Ein ruppiger Ostwind treibt weihnachtliche Wohlgerüche vor sich her. Es duftet nach Lebkuchen, nach Vanille und Zimt, nach Glühwein und Bratwurst. Festlich herausgeputzt hat sich die Wegberger Innenstadt, beschaulich beleuchtet sind die schmucken Holzbuden.

Gerd Pisters aus Mönchengladbach steht in einer der Holzbuden und bietet filigrane Holzdeko und zauberhafte Lichterbögen an. Er ist zum ersten Mal auf dem Wegberger Weihnachtsmarkt. „Ich wurde von Martina Wachtmeester-Quasten von der Werbegemeinschaft Wegberg angesprochen –und ich freue mich, hier zu sein“, erklärt er.

Zum zweiten Mal ist Hannelore Grabatsch mit ihren zarten Tiffany-Arbeiten dabei. Wie oft der Sportclub Wegberg seine legendären Pommes auf dem Weihnachtsmarkt Wegberg angeboten hat, kann niemand ganz genau sagen. „Wir sind schon ewig dabei.“ Das gleiche sagen die Pfadfinder, die im Schatten des Kirchturms einen hochprozentigen „Winterzauber“, handgesiedete Seife und selbstgebackene Plätzchen anbieten. Praktischerweise haben die Pfadfinder einen Konditor in ihren Reihen. Die Wegberger Karnevalsgesellschaft Flöck-Op hat – wie immer – die „Panhas-Bud“ bezogen.

Das macht die familiäre Atmosphäre des Wegberger Adventmarktes aus, dass nicht nur gewerbliche Verkäufer ihre Waren anbieten, sondern auch die Vereine der Stadt aktiv beteiligt sind. Man kennt sich, man trifft sich, begrüßt alte Bekannte, plaudert mit Vereinskollegen, genehmigt sich einen Glühwein mit ehemaligen Weggefährten.

Mit großen Schritten eilt der Weihnachtsmann vorbei, von der gut besuchten Eisbahn weht Gelächter herüber. Und die Ohren werden langsam kalt. Der Stand mit den flauschigen Mützen und Schals könnte für Abhilfe sorgen. Gleich nebenan friert das Standpersonal für einen guten Zweck. Der Förderverein Abbé George verkauft Tee, afrikanische Weihnachtskarten, handgestrickte Söckchen, kunstvolle Papiersterne und kleine Wichtel, die von den Kindern der Erich-Kästner-Grundschule getöpfert wurden. „Für uns lohnt sich der Weihnachtsmarkt immer“, lächelt Ulrich Frieten, „denn unsere Ware bekommen wir gespendet. Der Erlös geht also ohne Abzug von Kosten direkt nach Burundi.“ Und bringt die Besucher auch gleich auf den neuesten Stand der Bauarbeiten rund um die Krankenstation in Magara.

Der Duft von frisch gebackenen Waffeln führt direkt zum Stand der Abiturienten des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums. „Wir backen uns unser Abitur“ heißt hier das Motto. Liebevoll gestaltete Lebkuchenhäuser und hübsch dekorierte Weihnachtskuchen sind ein echter Renner. „Der Erlös ist für unsere Abi-Fete“, erklären die Jugendlichen, die sich die Zeit fürs Backen und Dekorieren „echt stehlen mussten“, immerhin stehen in weniger als drei Monaten die Abi-Vorklausuren an.

Natürlich fehlt auch das nostalgische Pferdchen-Karussell für die Allerkleinsten nicht. So kamen alle auf ihre Kosten beim Wegberger Adventsmarkt, die Kleinen und die Großen, die Geschenkefinder und Deko-Fans, die gemütlichen Schlenderer und sportlichen Kufenflitzer, die Schleckermäuler und Weihnachtsstimmung-Sucher.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert