Wegberg - Wegberger Bürgermeister löst eine verlorene Wette ein

Wegberger Bürgermeister löst eine verlorene Wette ein

Von: Monika Baltes
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Frühmorgendlicher Einsatz des Wegberger Bürgermeisters: Michael Stock als Schülerlotse vor der Edith-Stein-Realschule. Foto: Monika Baltes

Wegberg. Wettschulden sind Ehrenschulden. Auch für den Wegberger Bürgermeister. Pünktlich um 7.35 Uhr trat „Verkehrshelfer Michael Stock, Bürgermeister“ (so würde es später auf der Urkunde zu lesen sein) seinen Dienst am ersten Schultag nach den Sommerferien vor der Edith-Stein-Realschule in Wegberg an.

Anlässlich der Übergabe der neuen Ausrüstungen (Überwurf, Kappe und Wetterweste in neongelb) hatte er mit den Schülerlotsen gewettet: Wenn sie es schaffen sollten, mindestens drei neue Schülerlotsen zu rekrutieren, würde auch er selber für drei Tage den Schülerlotsendienst übernehmen. Nun, es kamen nicht nur drei neue Schülerlotsen hinzu, sondern gleich elf. „Deshalb löse ich meine Wette besonders gerne ein“, freute sich Michael Stock.

Lob und Lächeln

Denn auch er weiß, dass Schülerlotsen händeringend gesucht werden. „Selbstverständlich wurde der Bürgermeister wie alle Schülerlotsen geschult“, bestätigte Johannes Kiwitt, Kreisverkehrswacht Heinsberg. Und einen „alten Hasen“ hatte man ihm auch auf die andere Straßenseite gestellt: Nicole Hollendong (15), Realschülerin und seit drei Jahren Schülerlotsin.

Ihr ist längst in Fleisch und Blut übergangen, was Michael Stock in höchsten Tönen an der verantwortungsvollen Tätigkeit der Schülerlotsen lobt: „Geschwindigkeiten und Bremswege einschätzen, wichtige Regelungen kennen, Umsicht und Verantwortungsbewusstsein beweisen.“

Zu früher Morgenstunde wurde vor der Edith-Stein-Realschule auffällig viel gelächelt: Die angehaltenen Verkehrsteilnehmer konnten sich ein Lächeln beim Erkennen des prominenten Schülerlotsen nicht verkneifen, Schulleiterin Karin Viethen freute sich, dass die Realschule gleich am ersten Schultag im Mittelpunkt des Interesses stand, Johannes Kiwitt kam die „vorbildliche“ Werbung für den Dienst der Schülerlotsen gerade recht.

„Denn während an weiterführenden Schulen die älteren Schüler den Dienst übernehmen können, brauchen wir für die Grundschulen dringend Erwachsene, Eltern, Großeltern, die den Schulweg sichern“, erläuterte der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht.

Bundesweit gibt es rund 50.000 Schülerlotsen, die den Schulweg an gefährlichen Stellen sichern. Seit der Einführung des Dienstes im Jahr 1953 habe es an den von Schülerlotsen gesicherten Übergängen keinen einzigen schweren oder gar tödlichen Unfall gegeben, so Kiwitt.

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