Wegberg stark beim Tourismus

Von: Monika Baltest
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Die Dalheimer Mühle ist eine der Mühlen, die in Wegberg die Besucher locken. Mühlenroute und Mühlentag werden gut von Touristen angenommen. Foto: Monika Baltes

Wegberg. Gute Zahlen sind rar in einer Stadt, die im Haushaltssicherungskonzept leben muss. Umso erfreulicher, dass das Stadtmarketing Wegberg im Ausschuss für Tourismus, Kultur, Sport und Verkehr Erfolgszahlen vorstellen konnte.

Das Tourismuskonzept des Kreises Heinsberg von Mai 2016, das durch das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr (dwif) in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden des Kreises Heinsberg erarbeitet wurde, belegt, dass die Stadt Wegberg mit 33 Prozent der Übernachtungen im Kreis Heinsberg die tourismusstärkste Kommune ist.

Für das Gewerbe in der Stadt Wegberg bedeute das einen Umsatz von 8,13 Millionen Euro, erläuterte Ulrich Lambertz, vom Stadtmarketing Wegberg. Herausragende Bedeutung habe zudem der Tagestourismus mit einem Umsatz von weiteren 21,2 Millionen Euro für Einzelhandel und Gastgewerbe in Wegberg. Aus Mönchengladbach, Aachen, Düsseldorf, zunehmend aus den Niederlanden und dem Ruhrgebiet kommen die Tagesgäste in den Kreis Heinsberg.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Mühlenrouten und Mühlentag, Nordic-Walking-Park und Wohnmobilstellplatz, Nachtwächterwanderungen und Messestände – seit 2005 bemüht sich die Stadt Wegberg um den Tourismus. Immerhin gehört die „Tourismus-Stadt“ zum Leitbild der Stadt Wegberg. Veranstaltungen wie Kultursommer und Winterzauber, die Museen in Beeck und ein gut beschildertes Radwegenetz locken Besucher in die Mühlenstadt. Und doch bleibt noch viel zu tun. Der Wohnmobilstellplatz soll attraktiver, das „Moonlight-Shopping“ wiederbelebt, der Zustand der Radwege und die Beschilderung von Mühlen und Routen verbessert und die Golfplätze vermarktet werden.

Aufgrund geringer Haushaltsmittel würden begonnene Projekte unattraktiv, mahnte das Stadtmarketing und regte an, die „Stadteingangstore“ (Bahnhöfe, Burgparkplatz, Deutsches Eck) mit Hinweisschildern auf touristische Ziele auszustatten, die bestehenden Broschüren zu überarbeiten, eine „Innenstadtroute“ auszuschildern und zu bewerben und zusätzliches Außenmarketing durch überregionale Anzeigen in Printmedien und Online-Portalen zu betreiben. „Das Leitbild ‚TourismusStadt‘ erfordert zusätzliche Haushaltsmittel“, so das Fazit des Stadtmarketings.

Anlass für die Präsentation des Stadtmarketings war ein Antrag der CDU-Fraktion, der die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Aufstellung konkreter Maßnahmen zur Umsetzung des Konzeptes des Heinsberger Tourist-Service (HTS) forderte. Zahlreiche Vorschläge und Maßnahmen seien bereits in diverse Arbeitsgruppen eingebracht worden, die Verwaltung sei in ständigem Austausch mit der Werbegemeinschaft, Einzelhändlern und Gastronomen, deshalb – so der Verwaltungsvorschlag – sei eine Arbeitsgruppe entbehrlich.

An der „Sinnhaftigkeit des Arbeitskreises“ zweifelte auch Ralf Wolters für die SPD-Fraktion im Ausschuss. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder stimmte dennoch für die Bildung eines Arbeitskreises.

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