Wegberg möchte ganz schnell auf die schnelle Datenautobahn

Von: hewi
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Wegberg. Erst tat sich lange nichts, jetzt kann es auf einmal nicht schnell genug gehen: Wegberg bekommt den Anschluss an die schnelle Datenautobahn des 21. Jahrhunderts. Die Telekom wird im Stadtgebiet mit knapp 37 Kilometern Glasfaserkabel und rund 90 Verteilerschränken aufrüsten, um eine Versorgung mit 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) zu gewährleisten.

Gregor Theißen, der das Projekt beim Kommunikationsunternehmen betreut, verspricht sogar eine Aufstockung auf 100 MBit/s im kommenden Jahr. Und schnell soll es gehen, denn das gesamte Netz soll bereits im ersten Quartal des kommenden Jahres in Betrieb genommen werden.

Von den 37 Kilometern Glasfaser, die in Wegberg verlegt werden, kommen 10,5 Kilometer in die Erde. Der Rest kann über Leerrohre verlegt werden, die sich bereits im Erdreich befinden. Die Verlegung eines Kilometers Glasfaser kostet bis zu 70.000 Euro.

Die kostengünstigste und schnellste Variante ist die oberirdische Verlegung an Masten, wie es auch im Bereich Isengraben und Flassenberg geplant ist. „Dies ist aber noch nicht der Weisheit letzter Schluss“, betont Theißen. Bei später anstehenden Erdarbeiten entlang der Strecke können die Kabel jederzeit auch in die Erde gelegt werden.

Durch die kürzere Distanz zwischen den jeweiligen Verteilerschränken können die Datenmengen schneller und störungsfreier fließen. Wegberg wird die erste Gemeinde im Kreis sein, die von der Aufrüstung durch die Telekom profitiert. „Ein schneller Internetzugang ist heute unverzichtbar“, betont die Erste Beigeordnete Christine Karneth. „Dies ist auch für private und gewerbliche Neuansiedlungen ein nicht zu unterschätzendes Argument für den Standort Wegberg.“

Sie verspricht sich eine deutliche Attraktivierung Wegbergs im Wettbewerb um Neubürger und Ausbau des Wirtschaftsstandortes. Bislang hatten nur der Gewerbepark Wildenrath und Petersholz Zugang zur schnellen Datenautobahn.

Abhilfe wollte und will auch die Deutsche Glasfaser schaffen, die seit Monaten in Wegberg und anderen Kommunen für das flächendeckende Glasfasernetz wirbt. Um vor Ort aktiv werden zu können, werden Unterschriften gesammelt. Wenn sich mindestens 40 Prozent der Haushalte bereit erklären, können die Arbeiten in der jeweiligen Ortslage beginnen. Diese Zusage entfällt bei der Telekom völlig.

Seitens der Stadt fällt die finanzielle Beteiligung mit rund 20.000 Euro moderat aus. Für die Finanzierung wurden Fördergelder aus dem Programm zum Ausbau ländlicher Regionen beantragt.

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