Wegberg - Wegberg: Flüchtlinge bald im Jugendheim?

Wegberg: Flüchtlinge bald im Jugendheim?

Von: mb
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Wegberg. Der unablässige Zustrom an zugewiesenen ausländischen Flüchtlingen zwingt die Stadt Wegberg, weitere Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen. Aktuell sind in Wegberg 179 Flüchtlinge untergebracht, 13 freie Plätze gebe es noch in den Unterkünften Nordstraße, Philosophenweg und Gerichhausen, teilte die Erste Beigeordnete Christine Karneth in der Ratssitzung mit.

Die inzwischen bezugsfertige ehemalige Hausmeisterwohnung im Gebäude der Grundschule Klinikum bietet Platz für weitere acht Personen. Auch die Anfang Juni frei werdende Wohnung im Feuerwehrgerätehaus Arsbeck ist für Flüchtlinge vorgemerkt.

Das Jugendheim Wildenrath soll im April mit „relativ geringen finanziellem Aufwand“ für die Unterbringung von zwölf Personen hergerichtet werden. Hierzu gehöre insbesondere der Einbau einer Dusche.

Die Wildenrather Ratsvertreter, Wolfgang Bennewirtz (CDU) und Joachim Uckermark (SPD) haben hingegen eine Liste mit etwa 20 leerstehenden Wohnungen in Wildenrath vorgelegt, die von der Stadt angemietet werden könnten. „Andere Kommunen haben damit gute Erfahrungen gemacht“, sagt Bennewirtz. Damit könne das Jugendheim als dörflicher Mittelpunkt für Veranstaltungen von Vereinen weiterhin zur Verfügung stehen.

Die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften sei vom Gesetzgeber vorgesehen, um die Menschen, die in einen völlig anderen Kulturkreis kommen, nicht sich selbst zu überlassen und Ansprechpartner zu bieten, erläuterte Karneth dazu nach der Ratssitzung. „Die meisten der Flüchtlinge, die nach Wegberg kommen, sind alleinstehende junge Männer.“ Der einzige regelmäßige Dauernutzer des Jugendheimes ist das Trommler- und Pfeiferkorps Wildenrath. Der Vorsitzende habe im Gespräch Verständnis für die Absicht der Stadt bekundet und wolle bei den Mitgliedern für die Entscheidung der Verwaltung werben, berichtete Karneth.

Ab Mai werde die Situation trotz der neuen Unterkünfte kritisch, mit der Inbetriebnahme in Petersholz sei „optimistisch im Herbst“ zu rechnen. Dann werde Wegberg keine weiteren Flüchtlinge zugewiesen bekommen, aber bis dahin seien weitere Vorsorgeüberlegungen nötig. Sowohl das ehemalige Seniorenheim Haus Janske in Tüschenbroich als auch die Grundschule Klinkum könnten eine größere Anzahl von Flüchtlingen beherbergen.

Die Zwänge der vorläufigen Haushaltsführung erforderten ein sorgsames Abwägen sowohl von finanziellen Auswirkungen als auch der Standortwahl, betonte Karneth.

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