Wegberg als „Stadt im Wandel“ vorgestellt

Von: hewi
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Karl Küpper und Peter Hanf erläutern Bürgermeister Reinhold Pillich und Dr. Richard Nouvertné (v.l.n.r.) die Ausstellung „Eine Stadt im Wandel“. Foto: Koenigs

Wegberg. „Eine Stadt im Wandel“ präsentiert der Historische Verein in der Kreissparkasse am Rathausplatz anlässlich des 40. Jubiläums der Verleihung der Stadtrechte an Wegberg. Die Historiker um den leidenschaftlichen Sammler Karl Küppers haben eine Ausstellung mit Dokumenten und Zeitungsartikeln zusammengetragen, die die letzten 40 Jahre Revue passieren lässt.

Bei der Eröffnung gab es manches „Hallo“, denn viele der Protagonisten, die man in den Artikeln sieht, sind noch heute in und um Wegberg aktiv. So auch Ehrenbürgermeisterin Hedwig Klein, die auf den ersten Fotos aus den 70er-Jahren aussieht, als sei sie eher ein Juso-Gewächs als eine Christdemokratin.

Die Ausstellung beginnt an der ersten Stellwand selbstverständlich mit der Urkunde vom 5. Juni 1973, mit der die Stadtgeschichte losging. Dann folgen Baumaßnahmen, Brände und Berichte über öffentlich geführte Diskussionen über die Richtung, die die Stadt gehen sollte.

Dass aus Wegberg einmal die Stadt „im Tal der Mühlen“ mit großem touristischem Potenzial werden würde, konnte zu Beginn sicher keiner ahnen.

Dr. Richard Nouvertné, Vorstadnsmitglied der Kreisparkasse Heinsberg, erinnerte an den Wandel, den der Kreis Heinsberg in den vergangenen 40 Jahren durchlaufen hat.

Seine Beispiele reichten von der Schließung von Glanzstoff Oberbruch und der Zeche Sophia Jacoba in Hückelhoven bis hin zu Abzug der britischen Truppen in Wildenrath.

Bedeutend sei, was die Leute vor Ort aus diesen Situationen gemacht hätten, zum Beispiel den Gewerbepark Wildenrath mit dem renommierten Siemens-Prüfcenter. Die Kreissparkasse habe diesen Prozess der Umstrukturierung über Jahrzehnte begleitet. Mit ihren 40 Jahren sei Wegberg eine junge Gemeinde, doch immerhin noch ein paar Monate älter als die Kreissparkasse Heinsberg, die erst im August 1973 gegründet wurde und vier ihrer insgesamt 50 Filialen in Wegberg unterhält.

Als Replik betonte Bürgermeister Reinhold Pillich, das Erkelenz tatsächlich älter sei, was man aber auch sehe. „Unser Anspruch ist es, die schönste Stadt im Kreis zu sein“, betonte er. Dann nutzte er die Gelegenheit, um wieder für Wegberg als touristische Metropole im Kreis und die Ratsbeschlüsse zu werben, die den Weg zu dieser Entwicklung frei gemacht hatten.

Ausstellungsmacher Karl Küppers hatte die Zeitdokumente und Artikel aus der 40-jährigen Stadtgeschichte aus seinem privaten Archiv zusammengetragen, das rund 150 Aktenordner umfasst und zwei ehemalige Kinderzimmer seines Hauses füllt.

Zu allen Themen, die Wegberg in den letzten 40 Jahren beschäftigt haben, hatte Küppers etwas zu bieten. Die Wegberger hat er im Laufe der Jahre als durchaus streitbares Völkchen kennengelernt. So dokumentiert die Ausstellung auch viel Protest, gegen den Abriss des Alten Amtsgerichtes, den Umbau der Ramacher Mühle und die Gestaltung des Rathausplatzes, aber auch die Bemühungen um den Erhalt des Krankenhauses oder die Bahnstrecke Mönchengladbach-Dalheim.

„Wenn es so weiter geht, können wir stolz auf unsere Stadt bleiben“, lautete sein Fazit.

Die Ausstellung ist noch bis zum 5. Juli während der Geschäftszeiten in der Schalterhalle der Kreissparkasse zu sehen.

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