Wassenberg - Wassenbergs Bürgermeister träumt von einer „Burgweihnacht“

Wassenbergs Bürgermeister träumt von einer „Burgweihnacht“

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
15896230.jpg
Maurice Abzug spielte mit dem Jugendorchester Rath-Anhoven und mit dem Musikverein Myhl zum Auftakt des Weihnachtsmarktes auf dem Roßtorplatz. Foto: anna
15896229.jpg
Der Roßtorplatz war einer von vier Plätzen in der Stadt, auf denen (fast) nur Weihnachtliches angeboten wurde. Foto: anna
15896180.jpg
Die Begegnungsstätte am Pontorsonplatz fungiert jetzt als Naturpark-Tor des Naturparks Schwalm-Nette und als Tourist-Info der Stadt Wassenberg. Foto: anna
15896182.jpg
Beim Tag der offenen Tür konnten Sabrina Martin, Maskottchen Sammy der Sämling, Dr. Barbara Grodde und Manfred Winkens (v.l.) viele Besucher begrüßen. Foto: anna

Wassenberg. Mit einem ziemlich radikalen Schnitt hat der Gewerbeverein Wassenberg im Rahmen der Neugestaltung der Graf-Gerhard-Straße sein Konzept für den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr umgestellt. Kaum noch Händler der Marke „Basar“, wie Vorsitzender Georg Hensges die Verkäufer von Bratpfanne bis Toilettendeckel nennt, hatten am Wochenende hier ihre Stände aufgebaut.

Vielmehr erwarteten die Besucher an vier Orten im Stadtzentrum fast nur noch liebevoll gezimmerte Holzbuden oder selbst Gebasteltes und Gebackenes in der Hofkirche.

Wenige vermissten das bisherige Angebot, die meisten nutzten den Besuch des Weihnachtsmarktes aber auch, um sich die letzten Arbeiten der Straßenbauer auf der Straße anzuschauen. Da die Straße anders als erhofft noch nicht freigegeben war, fanden sich die Vertreter von Stadt und Gewerbeverein zusammen mit den ersten Besuchern dann am Freitagabend anders als geplant dann auch nicht auf einer Bühne vor der Kreissparkasse ein, sondern wie immer schon auf dem Roßtorplatz. Mitglieder des Musikvereins Myhl und des Jugendorchesters Rath-Anhoven läuteten den Markt hier mit ihrer Blasmusik ein.

„Ein bisschen improvisiert“, räumte Gewerbevereins-Vorsitzender Georg Hensges ein. „Aber wir sind raus aus dem Trödel! Das ist uns gelungen“, stellte er zufrieden fest. Viel Unvorhergesehenes sei da auf die Mitglieder zugekommen, Vieles gelte es noch zu lernen, zu ändern. Dennoch gab er sich zufrieden, bedankte sich für die Unterstützung des Stadtbetriebs und vor allem bei Bert Sieberichs, der die Holzbuden nicht nur auf- sondern auch wieder abbaue und lagere.

Den Markt ausweiten

Ein bisschen traurig war auch Bürgermeister Winkens, dass die Verbindung von Roßtorplatz und „Plaza Flesch“ nicht über die Graf-Gerhard-Straße, sondern nur über den Patersgraben parallel dahinter gelungen war. Es sei jedoch wichtig, trotz der widrigen Umstände den Markt durchzuführen. „Wenn wir ihn einmal ausfallen lassen, ist es schwer, wieder einzusteigen.“ Und dann fügte er seinen Traum hinzu, den Markt auszuweiten zu einer „Burgweihnacht“, und „mit einer Schneekanone auf dem Bergfried“, fügte er schmunzelnd hinzu. Ohne den Gewerbeverein könne die Stadt einen Weihnachtsmarkt jedoch nicht realisieren, bedankte er sich bei Hensges und versprach: „Im nächsten Jahr haben wir wieder einen schönen Rundgang.“

Den konnten die Besucher natürlich auch in diesem Jahr machen, von Platz zu Platz. Wer die Hofkirche und den Roßtorplatz besucht und Hunger hatte, wurde vor dem Roßtorplatz fündig. Weiter über den Patersgraben ging‘s zur „Plaza Flesch“, der ebenfalls Geschenkideen und Plätzchen zum gemütlichen Verweilen bot.

Einen kleinen Markt und eine Bühne mit viel Musikprogramm fand der durch die Stadt wandernde Besucher schließlich auch auf dem Stiftsplatz. Hier präsentierten sich die Pfarrei St. Marien, der katholische Kindergarten St. Georg, sein Förderverein und die Pfadfinderschaft Stamm Graf Gerhard.

Mit dabei waren natürlich auch in diesem Jahr schließlich wieder eine Verlosung und eine Spendensammlung unter dem Motto „Wassenberger Kinder helfen Kindern“ sowie Stände für den guten Zweck, etwa vom Förderverein der Grundschule Am Burgberg, vom von der Kinderkrebshilfe Ophoven oder vom Oberbrucher Hilfsverein „Wir für Ruanda“.

Naturpark-Tor und Tourist-Info

Parallel zum Weihnachtsmarkt luden am Samstag das neue Naturpark-Tor des Naturparks Schwalm-Nette und die neue Tourist-Info der Stadt Wassenberg in der Begegnungsstätte am Pontorsonplatz zu einem Tag der offenen Tür ein. Schon gleich nach Öffnung am Samstagmorgen waren viele Bürger der Stadt gekommen, die Bürgermeister Manfred Winkens und Michael Puschmann, der Geschäftsführer des Naturparks, herzlich willkommen hießen.

Die Stadt Wassenberg habe immer schon über ihren Tellerrand und ihre Stadtgrenzen hinausgeblickt, betonte Winkens in seiner Begrüßung: „Früher waren Grenzen Barrieren, heute sind Grenzen Chancen!“

Puschmann erklärte, es sei schön, für den 435 Quadratkilometer großen Park neben dem Naturpark-Zentrum Wachtendonk im Norden und der Naturpark-Informationsstelle Brüggen quasi mitten im Park jetzt auch im Süden des Parks, also in Wassenberg, ein Naturpark-Tor zu haben.

Der Naturpark Schwalm-Nette sei zwar kein großer Park, dafür aber einer mit sehr vielen Besuchern. Wassenberg sei ein guter Platz für das Naturpark-Tor, da die Stadt selbst eine enge Verbindung zum Tourismus habe und man zudem vom neuen Naturpark-Tor direkt in die Natur starten können.

So sollen demnächst auch die Wassenberger Führungen hier beginnen, erklärte Winkens, bevor die Besucher Gelegenheit hatten, sich an der Mosaikwand, am interaktiven Tisch, auf dem Touch-Bildschirm oder an der Hörstation mit neuen Informationen über den Naturpark und über Wassenberg zu versorgen.

Wer das Naturpark-Tor und die Tourist-Info an diesem Wochenende nicht besuchen konnte, hat dazu jetzt fast täglich Gelegenheit. Geöffnet ist die Wassenberger Begegnungsstätte am Pontorsonplatz dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert