Wassenberg - Wassenberger Künstler: Ausstellung mit Küppers-Werken geplant

Wassenberger Künstler: Ausstellung mit Küppers-Werken geplant

Von: Johannes Bindels
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Der Kurator und ein demnächst zu sehendes Exponat: Walter Kurzweg neben dem Bild „Selbstportrait im Louvre“ des Wassenberger Künstlers Leo Küppers. Foto: Johannes Bindels
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Ein herausragendes Bild: Das Exponat „Gemeinderat“, ein bekanntes Bild des Wassenberger Künstlers Leo Küppers wird Bestandteil der Dauerausstellung sein. Foto: Johannes Bindels

Wassenberg. Wassenberg setzt auf das Konzept „Kunst. Kultur. Genuss.“ zur Entwicklung der Stadt. Wenn es gelingen soll, müssen diese Felder mit Inhalt gefüllt werden. Mit Walter Kurzweg hat sich einer der Wassenberger Bürger auf den Weg gemacht, dieses Konzept mit Leben zu erfüllen.

In einem leerstehenden Ladenlokal, das gemeinsam mit weiteren Mitstreitern wie der Bücherkiste Wassenberg und dem Heimatverein Wassenberg gemietet wurde, wird Walter Kurzweg für die permanente Ausstellung von Werken des Wassenberger Künstlers Leo Küppers als Kurator verantwortlich zeichnen.

Für den schon 1946 gestorbenen und aus Wassenberg stammenden Künstler Leo Küppers zeigte Walter Kurzweg schon vor 30 Jahren Interesse. Die Vorliebe für die Werke der niederländischen Künstler vom „Goldenen Zeitalter“, der Zeit des 17. Jahrhunderts, bis zu denen der Haager Schule im 19. Jahrhundert mit ihrem Schwerpunkt des Impressionismus habe ihn auch auf Leo Küppers aufmerksam gemacht, beschrieb Kurzweg seine erste Begegnung mit den Werken des Wassenberger Künstlers. Dessen Stilrichtung als Vertreter der Düsseldorfer Schule sowie die typischen Motive und das Genre der niederrheinischen Malerei hatten es Kurzweg angetan.

Mit Leichtigkeit tauchte Kurzweg in die Vita des am 8. Mai 1880 geborenen Künstlers ein. Der Sohn einer Wassenberger Schuhmacherfamilie habe mit 17 Jahren die Kunstgewerbeschule in Düsseldorf besucht, um den Beruf des Zeichenlehrers auszuüben. In den Semesterferien betätigte sich Küppers zum Ende des 19. Jahrhunderts als Theatermaler in Düsseldorf und Dresden. Mit dem Besuch der Kunstakademie in Karlsruhe 1901 setzte er seine Ausbildung fort. Ab 1902 studierte er an der Akademie der Künste in München bei Professor Martin von Feuerstein christliche Kunst. Aus dieser Zeit stammt auch das wenig bekannte Werk „Jesus vor Pontius Pilatus“, das sich im Besitz von Kurzweg befindet und ebenso Teil der geplanten Dauerausstellung sein wird.

Studienreisen nach Holland (zum Reichsmuseum in Amsterdam und zum Mauritius Haus in Den Haag) und mehrere Reisen in den Jahren 1910 bis 1914 nach Paris schlossen sich an. Die Teilnahme am ersten Weltkrieg unterbrach die Ausbildung, die Küppers dann von 1918 bis 1921 an der Kunstakademie in Düsseldorf fortsetzte und als Meisterschüler bei Professor Eduard von Gebhardt abschloss. Mit Klara Ollig seit 1919 verheiratet, lebte der Künstler bis zu seinem Tod am 12. Juli 1946 in Düsseldorf. 

Geburtshaus des Künstlers

Was mit einer von Walter Kurzweg zum 50. Todesjahr des Künstlers 1996 initiierten Ausstellung in der ehemaligen Wassenberger Galerie „R“ von Detlef Rick schon einmal gelang, soll nun in Form einer Dauerausstellung im Geburtshaus des Künstlers als Galerie „Haus Küppers“ seine Fortsetzung finden. Mit vier in seinem Besitz befindlichen Werken des Künstlers, unter anderem dem herausragenden „Gemeinderat“, aber auch dem weniger bekannten Exponat „Selbstportrait im Louvre“, steuert Kurzweg zum Grundstock der Dauerausstellung bei.

Die vertragsmäßige Zusicherung der Kreissparkasse Heinsberg, ihre drei Exponate „Niederrheinische Kirmes in Oberkassel“, „Würfelspieler“ und eine weiteres Bild als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen, erweiterte die Anzahl der Bilder für die Ausstellung, betonte Kurzweg. Ebenso gebe es die Zusicherung der Stadt Wassenberg, das Küppers-Bild mit der Ansicht Wassenbergs zur Verfügung zu stellen. Die Hoffnung, das im Begas Haus in einem Depot gelagerte Bild mit der Spinnerin in einer Spinnstube ebenfalls als Dauerleihgabe zu erhalten, sei groß, gab sich Kurzweg sicher.

Gemeinsames Konzept

Das Konzept von Galerie und Dauerausstellung in den gemeinsam mit der Bücherkiste angemieteten Räumen zu stemmen, habe in vielerlei Hinsicht Aussicht auf Erfolg. Die Öffnungszeiten sind die gleichen wie bei der Bücherstube. Lesungen der Bücherkiste gäben eine Synergie für Literatur und bildende Kunst, sind sich die Beteiligten sicher. Zudem sei vorgesehen, dass der Besuch der Dauerausstellung auch Bestandteil von Stadtführungen sein soll. Die Teilnahme an den Kunst- und Kulturtagen sei selbstverständlich und wechselnde Ausstellungen in den gleichen Räumen ebenfalls vorgesehen.

Potenzial scheint das Konzept für die städtische Entwicklung zu haben.

Die Zusammenarbeit von Stadt, Heimatverein, Bücherkiste und Galerie könnte der Garant für den geplanten Erfolg sein.

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