Wassenberger blicken über den Tellerrand

Von: Nicola Gottfroh
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Leo Reyrink, Manfred Winkens, Sabrina Martin, Chrit Wolfhagen, Birgit Wilms-Regen und Joep Steinhage wollen Besucher nach Wassenberg locken. Foto: Gottfroh

Wassenberg. Warum nicht ein Zitat anbringen, wenn man es selbst nicht treffender ausdrücken kann? Das dachte sich auch Bürgermeister Manfred Winkens und sagte das, was er sagen wollte, in abgewandelter Form mit den Worten John F. Kennedys. „Fragen Sie nicht, was Ihre Stadt für Sie tun kann, sondern, was Sie für Ihre Stadt tun können“, erklärte er den anwesenden touristischen Leistungsträgern, Hoteliers und Gastronomen aus Wassenberg, den Gästen aus Roerdalen und den lokalen Politikern, die zur Veranstaltung „Zusammenarbeit bringt Vorteile“ in den Ratssaal gekommen waren.

Was Winkens forderte, ist klar: Die Bürger, Gastronomen und Hoteliers sollen selbst mitanpacken, um die Stadt attraktiver zu machen.

Denn Winkens hat eine Vision. Seine Stadt soll in den kommenden Jahren ein Mekka für Tagestouristen werden. Potenzial hat Wassenberg mit seinen vielen Wander- und Fahrradrouten, Gärten, Naturgebieten und Sehenswürdigkeiten. Doch die Begeisterung vieler Touristen lässt bislang noch auf sich warten. „Es gibt Wochenenden, da fahren auf der L117 bis zu 25.000 Autos an Wassenberg vorbei in Richtung Holland. Unser Ziel ist es, dass ein Teil dieser Menschen irgendwann nach Wassenberg einbiegt“, erklärte Winkens.

Damit des Bürgermeisters Vision Realität wird, muss das „Produkt Wassenberg“ in Zukunft noch besser als bislang vermarktet werden. Und das darf nicht an der Grenze aufhören, findet der erste Mann der Stadt. „Die Grenze ist keine Barriere, sie ist eine Chance. Doch man braucht starke Partner auf der anderen Seite“, sagte Winkens. Einer dieser Partner ist der VVV Midden in Limburg. Wassenberger Events, Sehenswürdigkeiten und Hotels werden durch den VVV in den VVV-eigenen Magazinen und im Internet promotet.

„Limburg ist in Holland eine starke Marke. Tausende Touristen besuchen Limburg jedes Jahr. Und so ist die Zusammenarbeit mit Wassenberg eine Win-Win-Situation für beide“, erläuterte Joep Steinhage, Marketingbeauftragter bei VVV Midden-Limburg. „Der VVV ist eine gute Plattform, um uns bekannt zu machen“, sagte auch Birgit Wilms-Regen. Die Inhaberin des Hotel-Restaurants Haus Wilms führt seit drei Jahren eine Partnerschaft mit dem VVV.

Die eigene Region einzigartig machen, das möchten auch der Gewerbeverband Gastvrij Roerdalen-Wassenberg und die Stiftung Roerdalen-Wassenberg. „Die Mitglieder von Gastvrij Roerdalen-Wassenberg überlegen, wie man für Besucher der Region einen Mehrwert schaffen und die Region einzigartig machen kann. Die Stiftung ist der Schirm, unter dem die Organisation Gastfrij ihre Aktionen umsetzt“, erklärte Wilms-Regen, die auch in dieser Organisation Mitglied ist.

Sie weiß, wie man die Besucher in die Region zieht: „Indem wir die Erholung- und Freizeitmöglichkeiten hervorheben und den Besuchern die Möglichkeit bieten, unsere Region in Verbindung mit den Niederlanden kennenzulernen.“ Ohne Einsatz ginge es aber nicht. Vielmehr müssten tolle Aktionen auf die Beine gestellt werden. Angebote wie Floriale, Schmugglerroute oder Wildschweinmarkt hätten dies bewiesen.

Auch die Natur möchte vermarktet werden. Das Projekt Nationalparkregion Meinweg liegt direkt vor der Haustür. Mehr als 100 Kilometer lang ist das Radroutennetz durch die Nationalparkregion und es lockt Radler und Wanderer, „wenn sie es denn wissen“, sagte Leo Reyrink, Geschäftsführer des Naturparks Maas-Schwalm-Nette Grenspark. Um den Tourismus anzukurbeln, sind Wanderkarten gedruckt worden. „Die gehen weg wie warme Semmeln. Das zeigt, dass viele Leute ein Interesse an der Region haben“, so Reyrink.

Jüngst hat die Entente Florale die Besucher – auch aus Holland – nach Wassenberg gebracht. Das Motto „Wassenberg wächst, wir wachsen zusammen“ Bewahrheitet sich also. Noch mehr sollen bei den Veranstaltungen in den kommenden Wochen kommen. „Wir haben die Grenze, wir müssen sie nutzen“, so Winkens.

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