Wassenberg setzt nun auf professionellen Klimaschutz

Von: anna
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Mit zwei Mitarbeitern erläuterte Prof. Dr.-Ing. Isabel Kuperjans (rechts) Bürgermeister Manfred Winkens und Hermann-Josef Limburg, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement (2.u.3.v.r.), das geplante Konzept. Foto: anna

Wassenberg. „Der Energieverbrauch steigt, weltweit. Da müssen wir gegensteuern und als Stadt eine Vorbildfunktion übernehmen!“ Deutliche Worte fand Bürgermeister Manfred Winkens im Rahmen einer Konferenz mit allen Fachbereichsleitern der Verwaltung im Wassenberger Rathaus.

Anlass war die Vorstellung des Zeitplans zum Klimaschutzkonzept, mit dessen Erarbeitung die Stadt das Institut Nowum-Energy der FH Aachen beauftragt hat. Prof. Dr.-Ing. Isabel Kuperjans, die geschäftsführende Direktorin des Instituts, war mit zwei Mitarbeitern ins Rathaus gekommen, um über Ziele und Inhalte ihrer Arbeit zu informieren.

Das auf ein Jahr angelegte Projekt der konzeptionellen Arbeit wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative zu 65 Prozent vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert. Ziel sei die Erarbeitung eines „strategischen Leitfadens für eine langfristig angelegte Energiepolitik im Rahmen einer auf Energieeffizienz ausgelegten Stadtpolitik“, zitierte Kuperjans die Deutsche Energie Agentur GmbH (dena). Im Kreis Heinsberg hätten Gangelt und Hückelhoven bereits ein von ihrem Institut erarbeitetes Konzept. Geilenkirchen habe ebenfalls eines. Parallel zu Wassenberg sei ihr Institut auch für die Stadt Erkelenz tätig.

Im Fokus stehen dabei die CO2-Emissionen, die durch den Verkehr und die Erzeugung von Energie ebenso entstehen wie in Gewerbe und Industrie, in den Bereichen Bauen und Wohnen, aber zum Beispiel auch in der Verwaltung einer Stadt. All diese Emissionen werden zunächst erfasst, etwa anhand der Daten von Energieversorgern oder auf der Basis von Statistiken. In das sogenannte Klimaschutzkonzept sollen dann Maßnahmen aufgenommen werden, mit denen Energie eingespart oder Emissionen reduziert werden können.

Nach der Konferenz der Fachbereichsleiter sollen im Februar die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses informiert werden. Für die Monate Mai und Juni sind Workshops mit den beteiligten Akteuren, auch mit Vertretern aus der Bürgerschaft, geplant. „Mit diesen zusammen sollen konkrete und individuell für die Stadt Wassenberg passende Maßnahmen identifiziert und ausgearbeitet werden“, so Kuperjans.

Dass dieses Konzept auch umgesetzt wird, soll im Anschluss ein sogenannter Klimaschutzmanager garantieren. In seine Verantwortung sollen jedoch nicht nur das Controlling fallen, sondern auch weitere Aktivitäten wie zum Beispiel Verbraucherschulungen oder Projektwochen in Schulen. Auf lange Sicht könne mithilfe eines solchen Klimaschutzkonzepts nicht nur Energie eingespart werden, erklärte die Professorin. Neben der Verbesserung der Lebensqualität durch eine sauberere Umwelt könnten zum Beispiel Arbeitsplätze geschaffen und die regionale Wertschöpfung gesteigert werden. Durch ein verbessertes Image ließe sich zudem die Attraktivität der Stadt noch weiter ausbauen.

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