Was die Region an Kunst bietet, ist im Schloss zu sehen

Von: Markus Bienwald
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Die Jahresausstellung des Künstlerforums Schloss Zweibrüggen zog sehr viel Interesse auf sich. Interessierte können sich noch bis Mitte Dezember selbst einen Eindruck verschaffen. Foto: Markus Bienwald
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Für Livemusik sorgte Geilenkirchens Bürgermeister a.D. Thomas Fiedler

Übach-Palenberg. Da musste selbst der ausgesprochen höfliche Gastgeber und Vorsitzende des Künstlerforums Schloss Zweibrüggen, Professor Dieter Crumbiegel, bei der Vernissage am Donnerstag auf die Nennung aller Namen verzichten. Denn bei sage und schreibe 33 Ausstellern wäre sonst die übliche kurze Vorstellung der Ausstellenden zu einer ellenlangen Rede geworden.

Crumbiegel sah aber nicht davon ab, die vom Künstlerforum anlässlich ihrer Jahresausstellung ausgewählten Künstler für ihre Vielfalt zu loben. „Die Jahresausstellung findet zum ersten Mal in dieser Form statt“, sagte er, „sie stellt sich auch in den Dienst der Kunstvermittlung.“

Ziel war es, einen möglichst repräsentativen Querschnitt künstlerischer Aktivitäten über die Region Kreis Heinsberg und Aachen hinaus anzubieten. Ein erwünschter Nebeneffekt war sicherlich, das Schloss Zweibrüggen als ein Zentrum für bildende Kunst zu präsentieren, was schon mit der Auswahl der ausgestellten Objekte und Werke gelang. „So können wir den Kunstfreunden der Region eine Übersicht über ihre Künstler, ihre unterschiedlichen Intentionen und verschiedenen Zielsetzungen geben“, umschrieb es Crumbiegel.

Dass dabei naturgemäß eine genreübergreifende Vielfalt von Techniken – von der Malerei über Zeichnung bis zu Grafik, Fotoarbeiten und Skulpturen – dabei war, und die unterschiedlichen Überlegungen zu Ästhetik und der Gedankenwelt hinter der künstlerischen Arbeit zu sehen war, ist für Crumbiegel ein weiterer Pluspunkt der Ausstellung.

Eine unabhängige Jury mit der Künstlerin Brigitta Heidtmann, der Kunsthistorikerin Alexandra Simon-Tönges und ihrem Kollegen Dr. Josef Gülpers stellte dabei eine möglichst breite Auswahl etablierter Künstler sicher. „Natürlich führt das auch zu Enttäuschungen abgelehnter Künstler, auch unter den Mitgliedern des Forums, eine Hypothek, die ertragen werden muss“, erklärte Crumbiegel.

Diese Hypothek lohnte sich aber, da war er sich mit dem Blick auf das hohe Ziel, eine umfassende Werkschau mit Künstlern der Region und darüber hinaus zu schaffen, sicher. Die vom Kurator Crumbiegel beabsichtigte „faszinierende Begegnung mit der Kunst unserer Zeit“ gelang auch dank des Sponsorings durch die Kulturstiftung der Kreissparkasse Heinsberg und die Volksbank Heinsberg.

Und bevor die Gäste sich schon ob der Menge und Vielfalt des Gebotenen gänzlich der Kunst hingaben, erfreute Geilenkirchens ehemaliger Bürgermeister Thomas Fiedler mit live vorgetragener südamerikanischer Gitarrenmusik das Ohr. Sein früherer Kollege, der amtierende Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, freute sich, im „kulturellen Leuchtturm Schloss Zweibrüggen“ diese künstlerische Auswahl bieten zu können. „Dies bietet die schöne und spannende Gelegenheit zu Gesprächen und Diskussionen mit den Künstlern“, so Jungnitsch.

Sein Lob galt aber nicht nur den Kunstschaffenden, sondern auch dem Künstlerforum, dem es immer wieder gelänge, große Ereignisse wie die Jahresausstellung auf die Beine zu stellen. Die Werke sind übrigens noch bis einschließlich Sonntag, 18. Dezember, zu sehen, die Öffnungszeiten sind an allen Sonn- und Feiertagen jeweils von 11 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

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