Walter Brehl führt die Radwanderungen des Heimatvereins seit 14 Jahren

Von: Daniel Gerhards
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Seit 14 Jahren führt er die Radwanderungen des Heimatvereins: Walter Brehl – immer mit Tourkappe. Foto: Gerhards
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Reizvolle Ziele im Kreis Heinsberg: Radwanderführer Walter Brehl empfiehlt zum Beispiel das Schloss Zweibrüggen in Übach-Palenberg,... Foto: Gerhards
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...das Bauernmuseum in Selfkant-Tüddern,... Foto: Gerhards
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...die Museumswindmühle in Gangelt-Breberen und ... Foto: Gerhards
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... den Braunkohletagebau Garzweiler. Diese und viele weitere Ziele hat er mit seinen Gruppen bereits angesteuert. Foto: Gerhards

Wassenberg. Es sind nun schon um die 3500 Kilometer, die Walter Brehl in den vergangenen 14 Jahren bei seinen Radwanderungen für den Wassenberger Heimatverein zurückgelegt hat. 80 Touren hat er geplant und mit den bis zu 50 Teilnehmern abgefahren. Das ist eine stattliche Leistung, auf die der 78-Jährige zurückschauen kann.

Und wenn Walter Brehl von seinen Radwanderungen erzählt, dann ist er in seinem Element. Er spricht dann von einem Besuch des Ultraleichtflugplatzes in Kückhoven, von einer Tour zum Schloss Dyck, der Fahrt ins niederländische Roermond oder zum weißen Städtchen Thorn. „Es macht mir sehr viel Spaß, solche Touren zu organisieren“, sagt Brehl, der die Radwanderungen des Heimatvereins seit 2004 plant und leitet.

Karte und Knotenpunkte

Dabei geht es mal in Richtung Norden zum Beispiel nach Rheydt zum Schloss, dann wieder nach Süden, etwa nach Übach-Palenberg zum Schloss Zweibrüggen. Dann mal über die westlich gelegene Grenze in die Niederlande oder ins belgische Maaseik und dann wieder in Richtung Osten zum Braunkohletagebau Garzweiler.

Walter Brehl plant seine Radwanderungen so, dass Abwechslung im Spiel ist. „Ich mache mir sehr viele Gedanken darüber, welche Ziele wir anfahren. Das sind oft Museen oder landschaftliche schöne Orte. Wichtig ist mir, dass wir nicht nur durch Wald und Flur fahren, sondern dass wir auch ein reizvolles Ziel haben“, sagt Walter Brehl. Bei der detaillierten Planung helfen ihm Radwanderkarte und Knotenpunktsystem. „Das erleichtert die Streckenführung“, sagt er.

Die nötige Fitness für solche Touren bringt Brehl jedenfalls noch mit. Aufgewachsen ist er in Eisenach, wo die Rhön das Land deutlich bergiger macht als im überwiegend flachen Kreis Heinsberg. Schon dort sei der junge Walter Brehl viel mit dem Rad gefahren. Später war er in Wassenberg auch Teil einer Radsportgruppe. Er fuhr zum Beispiel von Paris nach Wassenberg. Oder zusammen mit dem damaligen Stadtdirektor Walter Windeln von Wassenberg nach Wittenberg, wo die Stadt eine Partnerschaft mit Straach unterhielt. An solche Touren erinnert sich Walter Brehl gern.

Dabei fährt Walter Brehl völlig ohne Motorunterstützung. Während mittlerweile die meisten Teilnehmer seiner Radtouren mit dem E-Bike unterwegs sind, fährt er ohne technische Hilfsmittel. Kraft und Ausdauer reichten dafür locker aus, sagt er.

Bei seinen Touren trägt Walter Brehl aber auch sehr viel Verantwortung. „Man muss schon aufpassen, dass nichts passiert“, sagt er. Zum Beispiel, wenn die Gruppe eine vielbefahrene Straße quert. „Ich habe mir vor Jahren mal eine Hupe angeschafft. Wenn auf dem Weg ein Hindernis kommt, gebe ich immer ein Signal“, sagt er. Zum Glück sei bei seinen Radwanderungen aber noch nie ein Unfall passiert. Darauf sei er stolz, sagt er. „Die Leute fahren schon sehr diszipliniert und halten sich an die Verkehrsregeln.“

Bei seinen Touren gehe es derweil weniger ums Sportliche. Die Freude am Radfahren und am Kennenlernen solle im Mittelpunkt stehen. Vielleicht ist deshalb auch die gemeinsame Kaffeepause so wichtig. „Wenn die Leute eine gute Tasse Kaffee und ein leckeres Stück Kuchen bekommen, dann fahren sie zufrieden nach Hause“, sagt Walter Brehl.

Auch deshalb muss er seine Touren so sorgfältig planen. Bevor es losgeht, fährt er die Route immer einmal selber ab. Er ist all die Strecken also bereits doppelt gefahren: 7000 Kilometer im Zeichen der Radwanderungen des Wassenberger Heimatvereins.

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