Waldfeuchter Schulkinder müssen an andere Orte ausweichen

Von: Daniel Gerhards
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Die Sekundarschule in Haaren ist ein Auslaufmodell. Ab dem Schuljahr 2018/19 soll es aber eine Gesamtschule mit Standorten in Oberbruch und Haaren geben. Foto: Daniel Gerhards

Heinsberg/Waldfeucht. In Sachen weiterführende Schulen stehen die Zeichen auf Kooperation zwischen der Stadt Heinsberg und der Gemeinde Waldfeucht. Das hat die Stadt Heinsberg in der jüngsten Sitzung des Schul- und Kulturausschusses mitgeteilt. Zum Schuljahr 2018/19 soll eine sechszügige Gesamtschule mit Hauptstandort in Oberbruch und Nebenstandort in Haaren gegründet werden.

 Der Kreis Heinsberg habe signalisiert, diesbezüglich ein „vorgezogenes anlassbezogenes Gutachten“ im kreisweiten Schulentwicklungsplan zu berücksichtigen.

Hintergrund ist, dass die Sekundarschule in Haaren alleine nicht weiter existieren kann. Es mangelt schlicht an Schülern. Gleichzeitig besuchen viele Kinder aus Karken, Kempen und Kirchhoven die Sekundarschule. Und an den weiterführenden Schulen in Heinsberg fehlt es an zusätzlichem Raum. „Es macht keinen Sinn, dass in Waldfeucht ein Schulgebäude leersteht, wenn wir gleichzeitig in Heinsberg Schulraum benötigen. Hier macht eine regionale Kooperation deutlich mehr Sinn“, sagte Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder (CDU).

Da die Kooperation aber erst im Schuljahr 2018/19 zustande kommt und die Sekundarschule auf Drängen der Bezirksregierung Köln bereits im kommenden Schuljahr keine fünften Klassen mehr bildet, klafft ein Jahr lang eine Lücke in Haaren. Die Waldfeuchter Kinder, die im kommenden Schuljahr in die fünfte Klasse wechseln, müssen eine Schule in einer anderen Stadt besuchen.

Die neue Gesamtschule schon ein Jahr früher zu gründen, sei aber nicht sinnvoll, sagte Friedbert Görtz, Leiter des Schul-, Kultur- und Sportamtes der Stadt Heinsberg. Für den Raum Heinsberg, Waldfeucht, Gangelt, Selfkant und Wassenberg rechnen die Behörden für das kommenden Schuljahr mit rund 80 Schülern weniger in den fünften Klassen als in diesem Schuljahr.

Vor diesem Hintergrund wäre es kaum möglich gewesen, in diesem Sommer 150 Anmeldungen für die neue Schule zu bekommen. Und die sind für eine sechszügige Gesamtschule dringend notwendig. Für das Schuljahr 2018/19 rechnet Görtz wieder mit steigenden Anmeldezahlen.

Ab dem übernächsten Schuljahr soll es an der Gesamtschule dann vier fünfte Klassen in Oberbruch und zwei in Haaren geben. Die Oberstufe wird nur in Oberbruch angeboten. Die Sekundarschule in Haaren bleibt weiter bestehen, läuft aber aus.

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