Waldfeucht - Waldfeuchter müssen für Müll tiefer in die Tasche greifen

Waldfeuchter müssen für Müll tiefer in die Tasche greifen

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
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Um bis zu 10,5 Prozent steigen die Gebühren in Waldfeucht. Foto: Holger Hollemann/dpa

Waldfeucht. Obwohl die Müllgebühren für die Gemeinde beim Kreis gleichbleiben, müssen die Bürger in Waldfeucht ab 2018 für ihre Müllabfuhr tiefer in die Tasche greifen. Um bis zu 10,5 Prozent steigen hier die Gebühren nach dem Beschluss des Ausschusses für Umweltschutz, Naherholung und Landschaftspflege.

Für normale Privathaushalte und für Schulen steigt die Grundgebühr mit Müllgefäß um 9,3 Prozent von 53,74 auf 58,76 Euro, die Gewichtsgebühr pro Kilogramm Restmüll sogar um 10,5 Prozent von 0,19 auf 0,21 Euro. Bei einer Entsorgungsgemeinschaft fällt die Erhöhung niedriger aus, um 8,7 Prozent wird hier die Grundgebühr ohne Müllgefäß angehoben, von 45,22 auf 49,15 Euro.

Für gewerbliche Betriebe, Altenheime, Kindergärten und vergleichbare Einrichtungen steigt die Grundgebühr mit Müllgefäß um 10 Prozent von 50,29 auf 55,30 Euro, die Gebühr ohne Müllgefäß um 9,4 Prozent von 41,77 auf 45,69 Euro. Die Gewichtsgebühr wird hier ebenfalls auf 0,21 Euro angehoben.

160 Kilo Restmüll

Für einen normalen Haushalt mit einer Restmüllmenge von durchschnittlich rund 160 Kilogramm ergebe sich aus dieser Rechnung eine Erhöhung von etwa 8,30 Euro pro Jahr, erklärte Bernd Görtz, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales im Ausschuss.

Für das kommende Jahr hätte die Entsorgung des Restmülls im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung neu vergeben werden müssen, so Görtz weiter. Dabei habe der bisherige Entsorger zwar das günstigste Angebot abgegeben, dieses habe aber über den bisherigen vertraglichen Vereinbarungen gelegen.

„Damit sind wir da angelangt, was der Markt hergibt“, erklärte Görtz. Das in Waldfeucht tätige Entsorgungsunternehmen habe seinerzeit für die Gemeinde ein sehr günstiges Angebot abgegeben, um mit dem Restmüll-Verwiegesystem, wie es hier praktiziert werde, Fuß zu fassen. „Davon haben wir bisher profitiert“, so Görtz.

„Jetzt müssen wir aber die Preise zahlen, die tatsächlich die Preise am Markt sind.“ Fragen aus den Reihen des Ausschusses, ob es nicht Sinn ergeben könne, sich bei entsprechenden Ausschreibungen künftig mit anderen Kommunen wie Gangelt oder Selfkant zusammenzuschließen, hielt der Fachbereichsleiter entgegen, dass dies schon aufgrund des individuell gestalteten Entsorgungssystems in der Gemeinde nicht möglich sei. So habe Waldfeucht nicht nur das Wiegesystem. Hinzu komme die Papiersammlung durch Vereine und die hier fehlende Biotonne.

Unverändert bleiben dagegen in der Gemeinde Waldfeucht die Friedhofsgebühren, so der Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses. Weiterhin wurde in diesem Ausschuss beschlossen, dass künftig 45 Euro zahlen muss, wer einen zweiten Wasserzähler, einen sogenannten Abzugszähler haben möchte, der den Wasserschwund misst, das heißt die Wassermenge, die nach der Entnahme von Frischwasser nicht wieder als Schmutzwasser ins gemeindliche Kanalnetz zurückgegeben wird. Wer einen solchen Abzugszähler nicht hat, für den gilt als Schmutzwassermenge die aus der Wasserversorgung bezogene Frischwassermenge.

Neuen gesetzlichen Bestimmungen folgend hat der Haupt- und Finanzausschuss zudem beschlossen, die Aufwandsentschädigungen für die aktiven Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr anzuheben.

Zuschläge für die Feuerwehr

Die Entschädigung für den Wehrleiter verdoppelt sich demnach pro Jahr von bisher 1900 auf 3800 Euro, die seines Stellvertreters von 950 auf 1900 Euro. Ebenfalls verdoppelt wird die Entschädigung für Löschgruppenführer auf 900 Euro und für deren Stellvertreter auf 300 Euro. Der Gemeindejugendfeuerwehrwart und sein Stellvertreter erhalten künftig die Entschädigung von Löschgruppenführer und Stellvertreter. Damit verdreifacht sich ihre Entschädigungssumme sogar.

Deren Arbeiten seien durch den Zuwachs bei der Jugendfeuerwehr mit inzwischen rund 35 jungen Mensch im Alter von 10 bis 17 Jahren mit den Arbeiten zum Führen einer Löscheinheit vergleichbar, hatte die Verwaltung diesen Vorschlag begründet.

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