Wassenberg-Orsbeck - Vortrag über das Geheimnis der Marienerscheinungen

Vortrag über das Geheimnis der Marienerscheinungen

Von: Anna Petra Thomas
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Botschaften von Umkehr und Buße: Passend zum Marienmonat Oktober sprach der Autor Michael Hesemann in Orsbeck zum Thema Marienerscheinungen. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg-Orsbeck. Passend zum Marienmonat Oktober war der Autor Michael Hesemann mit seinem Vortrag über Marienerscheinungen im Orsbecker Pfarrheim zu Gast. Als Historiker, der wissenschaftlich fundiert arbeite und glaubwürdig sei, stellte Pfarrer Thomas Wieners den Gast des Abends vor.

„Wenn der Himmel die Erde berührt – Das Geheimnis der Marienerscheinungen“, hatte Hesemann seinen Vortrag überschrieben. Die Kirche sei noch im Jahr der Barmherzigkeit, stehe vor dem Fatima-Jahr und feiere den 170. Jahrestag der Marienerscheinung von La Salette, ordnete der Referent seinen Vortrag direkt historisch ein. Nicht berichten werde er über die Marienerscheinungen in Medjugorje im heutigen Bosnien und Herzegowina, da diese noch andauern würden, fügte er hinzu. „Genau, wie man Menschen, die noch leben, nicht heilig sprechen kann.“

Zunächst ging Hesemann auf die erste große Marienerscheinung in Guadelupe in Mexiko ein. 1519 soll dort dem Indio Juan Diego erstmals die Gottesmutter erschienen sein. „Gottes erster Eingriff in die Geschichte“, erklärte Hesemann. „Sogar die Kakteen funkelten wie Edelsteine in ihrem Licht“, habe Juan Diego zu der Erscheinung festgehalten, und zum Beweis seien Rosen gewachsen im kalten Winter, wo es ansonsten nur Kakteen gegeben habe. Am Ort der Erscheinung wurde zunächst eine Kapelle errichtet, 1709 die erste Basilika geweiht, die später zu einem Museum umgebaut wurde. 1974 wurde die neue Basilika konsekriert. „Unsere Liebe Frau von Guadalupe“ zählt heute zu den bekanntesten Gnadenbildern der Welt. Dieses Bild, das der Geschichte nach die Gottesmutter auf dem Überwurf von Juan Diego entstehen ließ, stellt die Wissenschaft bis heute vor unterschiedliche Rätsel. Die Entstehung dieses „Naturwunders“ lasse sich bis heute nicht erklären, so Hesemann. Unter anderem würden sich in den Augen der Gottesmutter Porträts von Personen der damaligen Zeit widerspiegeln.

Weiter nahm der Referent seine Zuhörer mit nach Absam in Tirol, wo es in einem Haus seit 1797 in der Fensterscheibe eines Hauses ein Frauenbildnis gibt, das sich nicht mehr entfernen lässt, wie er erklärte. Oder nach Paris in die Rue du Bac, wo die Gottesmutter 1830 der Ordensschwester Catherine Labouré befohlen haben soll, wundertätige Medaillen prägen und verteilen zu lassen. In La Salette in den französischen Alpen soll Maria 1846 zwei Hirtenkindern erschienen sein. Hesemann berichtete ebenso über die Erscheinung in Lourdes 1858, in Zeitoun in Ägypten 1968 und in Warak in Ägypten 2009, „ein Jahr vor dem arabischen Frühling.“

„Greift Gott also durch Maria in die Geschichte ein?“, fragte Hesemann ins Publikum. Maria erscheine den Menschen in Zeiten historischer Umbrüche, warne vor Irrwegen und bringe Botschaften von Umkehr und Buße. Dies belege, dass Gott nicht nur in seiner Zeit aktiv gewesen, sondern auch heute noch aktiv sei, „damals als Prophet, heute durch die Königin der Propheten, durch Maria“, erklärte er und fügte abschließend hinzu: „Es lohnt sich, auf die mütterlichen Mahnungen Marias zu hören.“

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