Von Hastenraths Will über „Et Zweijestirn“ bis zu den Möhneleut

Von: Helmut Wichlatz
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Ebenfalls ein Hingucker bei der EKG-Gala: das Tanzpaar Larissa Gärtner und Patrick Weigt. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Bei der EKG setzt man in dieser Session auf Bewährtes. Und auf Michael und Ute Dilkrath. Denn die beiden waren schon in der vergangenen Session Prinzenpaar der Erkelenzer Jecken. Damals noch unverheiratet und mit den Namen Dilkrath und Mackenstein.

Das „Prinzenpaar 2.0“ musste nicht lange gebeten werden, als die Gesellschaft mit der Idee einer Verlängerung ihrer Regentschaft an sie herantrat. „Wir haben keine Sekunde überlegt“, betonte Prinzessin Ute, nachdem sie und ihr Prinz nebst Gefolge in die Halle einmarschiert waren. Sie verwies darauf, dass man auch in Katzem, Venrath und Kückhoven auf „bewährte Kräfte“ setze. Bei den beiden Erkelenzer Tollitäten musste jedoch keine neue Proklamation vorgenommen werden, da sie übergangslos von der letzten in die neue Session gewechselt haben. Deshalb bleiben beide auch „die Ersten“: Michael I. und Ute I..

„Burg unter Blech versteckt“

Ebenfalls ersparen konnten sie sich eine neue Regierungserklärung, denn die Gebote der letzten Session gelten weiter. Einzig für Bürgermeister Peter Jansen hatte sich der Prinz etwas Neues ausgedacht. Er darf zusammen mit der Verwaltungsspitze und dem Rat als Schornsteinfeger zum Altweibertreiben antreten. Als solcher Glücksbringer in Wetterfragen ist Jansen nämlich für das Wetter am Rosenmontag zuständig.

Für die gute Laune war dann aber erst einmal die Prinzengarde zuständig, die Tanzpaar Larissa Gärtner und Patrick Weigt, Tanzmariechen Hannah Ryssen und die Tanzgarde ins Rennen schickte, um das Eis zu brechen. Mit ihren neuen Choreographien und flotten Rhythmen brachten sie das zahlreich erschienene Publikum in Stimmung für einen abwechslungsreichen Abend der Superlative.

Denn beim Programm hatte die EKG nicht gegeizt und setzte auf bewährte und eigene Künstler. Comedian Christian Macharski war in seine Gummistiefel geschlüpft, um als Hastenraths Will gewohnt ungewöhnliche Kommentare zum Weltgeschehen im Großen und Kleinen abzugeben. Den Parteinamen AfD übersetzte er als „Alternative für Doofe“ und auch Twitter und den neuen amerikanischen Präsidenten nahm der Landwirt aus dem virtuellen Ort Saffelen gekonnt auf die Schippe.

Wahre Meister dieser Disziplin sind auch Carsten Forg und Roland Jansen. Die beiden sind dem karnevalistischen Publikum als „Et Zweijestirn“ bekannt und nehmen kein Blatt vor den Mund. Verpackt in griffigen und bekannten Melodien kommen die frechen Kommentare daher, die man schnell mitsingen kann.

Auch die „Bajaasch“ als Hausgarde der EKG ist stets fester Bestandteil des Erkelenzer Sitzungsprogramms. Diesmal präsentierte die Garde niemand geringeren als Graf Reinald II. von Geldern, in dessen Rolle Meinhard Schwark geschlüpft war. Der Graf, der der Stadt einst ihre Stadtrechte verliehen hatte, sparte nicht mit Kritik. So sei das Dach des Prinzengarden-Hauses golden verziert, das seiner Burg jedoch „unter Blech versteckt“. Doch auch sonst schien er seinen Erkelenzern genau auf die Finger geschaut zu haben, denn nicht nur das Burgdach bekam sein Fett weg.

Die Möhneleut präsentieren jedes Jahr eine stimmungsvolle Show mit Gesangseinlage. Auch diesmal ließen sie es sich nicht nehmen. Die Musik zu ihrem Stück „Jeder Jeck ist anders” stammt aus der Feder von Christopher Viehausen, den man mit seiner Band Hätzblatt als Dauergast auf den närrischen Bühnen der Region kennt. Der Titel ist an das Sessionsmotto „Einmal jeck, immer jeck” angelehnt.

Auch die „auswärtigen Künstler“ wussten das Publikum zu begeistern. Änne aus Dröplingsen, der altbekannte Feuerwehrmann Kresse und Jörg Hammerschmidts verrückte Promiwelt sorgten für ein fortwährendes Stimmungshoch.

Stimmung mit der Funkengarde

Nachdem die Prinzengarde am Beginn der Sitzung mit Tanzpaar und Mariechen ihr Können unter Beweis gestellt hatte, oblag es gegen Ende der Sitzung der Funkengarde, noch einmal für Stimmung zu sorgen. Es war weit nach Mitternacht, als Sitzungspräsident Jopen nach über fünf Stunden die Sitzung für beendet erklärte.

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