Vom Pilgerlager bis Krav Maga: Projekte am Cornelius-Burgh-Gymnasium

Von: hewi
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„Keinen Meter ohne Peter!“ Die Ananas und ihre Freunde von der grenzüberschreitenden Fahrrad-Challenge, die beim Projekt auch in die Niederlande führte. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Alle zwei Jahre gibt es am Cornelius-Burgh-Gymnasium den etwas anderen Unterricht. Quer durch alle Jahrgangsstufen finden sich Schüler zusammen, um bei den Projektwochen ein bestimmtes Thema zu erarbeiten und zu erforschen und es vor allem nachher auch zu präsentieren. Nun hieß es „Cleaner, Better Greener“.

So lautete in Anlehnung an die Initialen der Schule der Titel der Projektwoche, zu dem die Schüler knapp 30 Projektthemen erdacht hatten.

Es ging um die Auseinandersetzung mit der Umwelt, der biologischen wie sozialen. Das Angebot wurde den unterschiedlichen Interessen der Schüler gerecht. Wer sich für Technik interessiert, der konnte beim Bau von Müllrobotern helfen. Oder erforschen, woher die Bionik ihre innovativen Ideen nimmt.

Ein Fokus lag auch auf der gesunden Ernährung der Zukunft, die man frisch zubereitet auch in Form von Smoothies kosten konnte. Was beim Recycling alles entstehen kann, zeigte eine andere Gruppe. Beim sogenannten „Upcycling“ bewiesen die Schüler Kreativität im Umgang mit Dingen, die im Müll oder bestenfalls in der Recyclingtonne landen.

Einigen Schülern war dies nicht genug gewesen. Sie hatten sich auf den Weg gemacht und Stationen des Jakobswegs in den Niederlanden und Belgien erwandert. Am Projekttag präsentieren sie ihre Eindrücke von den Wanderungen und luden zu Stockbrot im Pilgerlager auf dem Schulhof ein.

Eine andere Gruppe hatte sich mit dem Thema Mobbing und Cybermobbing befasst und klärte darüber auf, womit Mobbing beginnt und was man als Opfer tun kann. In der Sporthalle konnten Schüler auch ganz handfest bei Vorführungen der Grundlagen für Krav Maga lernen, wie sie sich zur Wehr setzen.

Mit den Fahrrädern hatte eine Gruppe ihre nähere und weitere Umwelt erkundet. Unter dem Motto „Dein Rad – Deine Challenge“ hatten sie zwei Radtouren von jeweils über hundert Kilometern im Vorfeld erarbeitet. Eine führte bei Regenwetter bis hinter Roermond und nach Jülich. Immer dabei war die Ananas „Peter“, um deren Wohlergehen die Schüler redlich bemüht waren und deren Abenteuer auf der Tour man über einen Nachrichtendienst verfolgen konnte.

„Lotus-Effekt“

Andere mochten es fingerfertiger. Sie hatten in der Tradition des Origami die Prinzipien der Natur mit dem Werkstoff Papier nachgestellt. Die ausgestellten Ergebnisse waren ebenso filigran wie funktionstüchtig, wie Emily Allan und ihre Mitschüler den Besuchern gerne vorführten. „Im Prinzip ist es nur die logische Folge von Berg- und Talfalten“, verriet sie. Ein Ruck – und der Papierkokon in ihren Händen öffnete sich, ohne zu zerbrechen. Gewusst wie. Andere Beispiele für Bionik waren das Schwarmverhalten, bei dem tausende von Vögeln stets die idealen Bahnen finden, oder der „Lotus-Effekt“, mit dem sich Pflanzenblätter gegen Nässe schützen.

Die Zuschauer mussten beim Besuch der Themenausstellungen darauf achten, dass sie auf dem Flur nicht auf die kleinen Lego-Roboter traten, die weggeworfenes Papier oder Snackverpackungen aufsammelten. Vielleicht wird durch diese Erfindung der bei Schülern wenig beliebte Hofdienst irgendwann einmal überflüssig.

Nicht zu übersehen und zu überhören waren Ulli Reifferscheidt und seine Djembe-Freunde, die mit Schülern eines Workshops ihr Können an der Trommel vorführten.

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