Heinsberg - Vom Burgberg schallt es bis tief in die Stadt hinein

Vom Burgberg schallt es bis tief in die Stadt hinein

Von: anna
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Auf dem Burgberg in Heinsberg: Das Lagerfeuer-Trio aus Aachen mit Bernd Paul Weiss, Yann Le Roux und Heiko Wätjen füllte die riesige Bühne mit Klang und Gesang zugleich. Foto: Anna Petra Thomas
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Julian Scott eroberte das Publikum dank seiner mitreißenden Stimme. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Viel Lokalkolorit, nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den Künstlern zeigte der Abend auf dem Burgberg, zu dem die Stadt Heinsberg bei freiem Eintritt eingeladen hatte. Bei bestem Wetter für einen Abend „open air“ begrüßte Moderator Theo Krings zunächst den Gangelter Julian Scott.

Ganz alleine mit seiner Gitarre wirkte er zuerst etwas verloren am Samstagabend auf der großen Burgberg-Bühne. Doch ganz schnell füllte er sie und die Herzen der Zuhörer mit seiner eindrucksvollen Stimme. In seinem Solo-Coverprogramm begeisterte er sowohl mit aktuellen Charthits als auch mit Pop- und Rock-Balladen oder Country-Songs vergangener Jahrzehnte. Zwischendrin bewies er zudem, dass er mit seiner Gitarre mehr spielen kann als nur die Begleitmelodie für seine Songs. „Ich habe Respekt vor dem, was die da zu dritt machen“, kündigte er dann schon selbst seine Nachfolger an. „Das kriegen manche Bands mit doppelter Besetzung nicht hin.“ Das hatten die drei ­Musiker vom Lagerfeuer-Trio aus Aachen nicht überhört und baten noch einmal um Applaus für Scott, ehe sie sich selbst „ans Werk“ machten.

Moderator Krings, der Leiter der Jugendmusikschule in Heinsberg ist, freute sich, im Trio mit Heiko Wätjen am Kontrabass und mit Percussionist Yann Le Roux gleich zwei ehemalige Lehrer der Schule ausmachen zu können. Dritter im Bunde war Gitarrist Bernd Paul Weiss.

Vor zehn Jahren hätten die drei angefangen, gemeinsam Musik zu machen, erzählte Krings. Vom Auftritt im Wohnzimmer haben sie es jedoch schnell weiter gebracht, waren sie doch erst in der vergangenen Woche im Vorprogramm von Lionel Richie bei den Kurpark-Classix in Aachen zu hören.

Auch auf dem Burgberg hielt das Trio das Publikum von Anfang an gefangen, nicht nur damit, dass die Zuhörer schon gleich zu Beginn dem Aufruf folgen mussten, näher an die Bühne heranzu­rücken. Der zweite Song war gespielt, und dem Trio reichte der Jubel nicht. Der wurde einfach vorgemacht, das Ende des Songs noch einmal gespielt, und der Bann war gebrochen. Das blieb dann auch so, nicht nur bei bekannten, ge­coverten Titeln, sondern auch bei den eigenen Songs der Band. Mitgebracht hatte sie zum Beispiel den Titelsong ihrer neuen CD „Hallo, alles klar?“, in dem es um die oft so unsinnigen Inhalte von Handy-Telefonaten geht. Alle drei Musiker erwiesen sich im Laufe des Konzerts zudem als absolute Gesangskönner. Unvergessen bleiben wird dabei auf dem Burgberg die Lindenberg-Stimme von Le Roux beim Song „Cello“. Und schließlich sang auch das Publikum großartig mit, nicht zuletzt bei einem ganz einfachen Lied der Lager­feuer-Macher: „Schalalalalala…“ schallte es bis tief in die Stadt hinein. „Ich habe mich noch nie so wohl auf einer Bühne gefühlt“, erklärte schließlich Weiss mit Dank an die Technik.

„Es hätte ein bisschen voller sein können“, stellte Erster Beigeordneter Jakob Gerards beim Fazit mit Blick auf die Besucherzahl fest. Aber immerhin zählte das Konzert am ersten Ferienwochenende mehr als 600 Besucher.

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