Heinsberg - Voller Erfolg für erstes Lea-Leseklub-Treffen der Lebenshilfe

Voller Erfolg für erstes Lea-Leseklub-Treffen der Lebenshilfe

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Der Leseklub bei der Arbeit im Café Samocca. Foto: Wichlatz

Heinsberg. „Lesen einmal anders“ – unter diesem Motto hatte die Lebenshilfe zum ersten Lea-Leseklub im Kreisgebiet ins Café Samocca eingeladen. Das inklusive Angebot richtet sich an Leseratten mit und ohne Behinderung, die Spaß am gemeinsamen Lesen und Austausch haben.

Zwölf Teilnehmer waren gekommen, um sich erst einmal kennenzulernen. Schließlich will man ja wissen, worauf man sich einlässt. Und schnell war klar: Die literarischen Geschmäcker hätten weiter kaum auseinander liegen können.

Während Jürgen „alles mit Tieren“ gerne liest, mag Lisa „Geschichten mit Miley Cyrus“. Bianka hingegen ist nicht festgelegt, „Hauptsache, es hat ein Happy End“. Ganz anders die 28-jährige Vera, die sich beruflich und in ihrer Freizeit für die Integration behinderter Menschen engagiert. „Ich orientiere mich an den Bestseller-Listen“, betonte sie. Ein weiteres Kriterium neben dem Titel sei auch, dass das Buch „schön dick“ sein müsse.

Natürlich werde man versuchen, im Laufe des Leseklubs auch den Vorlieben der Teilnehmer gerecht zu werden, erklärte Koordinator Helmut Wichlatz. Wichtig sei jedoch, dass jeder seinen Beitrag in der Gruppe leisten könne. Wer nicht selbständig lesen kann, der bekommt eben Hilfe.

Und wenn die Handlung etwas zu schnell an einem vorbeigerauscht ist, wird eben noch einmal erklärt, was passiert ist. „Man muss nicht zwangsläufig lesen können, um eine Geschichte zu verstehen“, weiß Wichlatz.

Die Idee zum Leseklub stammt aus den USA und wurde in Deutschland an die hiesigen Verhältnisse angepasst. Der Düsseldorfer Verein „Kubus“ bietet Informationen über den Ablauf des Leseklubs und Starthilfen an. Die Lebenshilfe setzte das Angebot nur zu gerne um, denn Inklusion beginnt auch bei der gemeinsamen Freizeitgestaltung.

Der Lesetreff im Café Samocca soll zu einem festen Bestandteil des inklusiven Angebotes der Lebenshilfe werden. Bei Bedarf kann das Angebot auch an anderen Stand orten der Lebenshilfe im Kreis angeboten werden. Deshalb sind ehrenamtliche Helfer und Lesefreunde auch ebenso gerne willkommen wie lesebegeisterte Teilnehmer.

In Heinsberg geht es am 20. September mit dem Buch „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes weiter, das vom deutschen publikum mit großem Interesse aufgenommen worden ist. Die Autorin beschreibt darin die „unmögliche Liebe“ zwischen einem schwerstbehinderten Patienten und seiner Pflegerin. Also ausreichend Stoff für viele angeregte Diskussionen im Lea Leseklub.

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