Virtuose Kunst mit Händen und Füßen gleichermaßen

Von: anna
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Judicaël Perroy aus Paris überzeugte als Solist im letzten Meisterkonzert. Foto: Anna Petra Thomas
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Das Rafael Cortés Quintett mit Juanfe Luengo, Rafael Cortés, Rafaela Escoz, Rafael Cortés jun. und David Bravo (von links) begeisterte zum Abschluss der Meisterkonzerte mit spanischen Rhythmen und gekonnten Flamenco-Tanz. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Mit Judicaël Perroy aus Paris hatte ein weiterer Solist der Weltspitze vor dem großen Finale der fünf besten Wettbewerbsteilnehmer das letzte Meisterkonzert des siebten internationalen Heinsberger Gitarrenfestivals eröffnet.

Heinsberg war dabei eine Station auf seiner aktuellen Tournee, die ihn neben Konzerten in seinem Heimatland Frankreich schon in die USA und nach Kanada sowie nach Spanien geführt hatte. Gleich von Heinsberg aus, wo er auch als Juror im Wettbewerb aktiv war, ging es weiter nach Polen. Am Sonntagabend schon spielte Perroy im polnischen Krakau.

Auch in der bis auf den allerletzten Platz ausverkauften Heinsberger Stadthalle begeisterte der Franzose in Stücken von Heitor Villa-Lobos (1887-1959), Johann Sebastian Bach (1685-1750), Johann Dubez (1828-1892) und Isaac Albéniz (1860-1909) mit der ihm nachgesagten beeindruckenden Virtuosität und seinem unnachahmlichen musikalischen Einfühlungsvermögen. Perroy weiß zudem aber auch bestens, was der Gewinn eines Wettbewerbs bedeutet.

Schon im Alter von 20 Jahren gewann der heute 44-Jährige den Wettbewerb der internationalen „Guitar Foundation of America“, der ihm die Türen zu seiner weltweiten Karriere öffnete. Nicht minder gilt er als einer der besten Lehrer unserer Zeit, dessen Schüler inzwischen weltweit in Wettbewerben erfolgreich sind.

Danach gab es ein Wiedersehen mit dem in Essen lebenden Spanier Rafael Cortés, der schon 2011 das Publikum des Heinsberger Festivals begeistert hatte. Bereits nach seinem ersten kurzen Solo, einer Hommage an seinen Großvater, erntete der Künstler, den seine Fans als einen der ganz Großen der internationalen Flamenco-Szene verehren, laute Beifallsrufe. Diese kamen auch von einer Gruppe von Spaniern, die aus Hückelhoven zum Konzert gekommen waren.

Unterstützt wurde Cortés im weiteren Verlauf des Konzerts von seinem Sohn gleichen Namens und von Juanfe Luengo, beide ebenfalls mit Gitarre, sowie von David Bravo (Percussion), der sich auch als hervorragender Sänger erwies.

Weniger auf ihre äußere Erscheinung, einfach gekleidet in Schwarz, als vielmehr auf ihre tänzerische Ausdrucksfähigkeit legte die Flamenco-Tänzerin Rafaela Escoz wert. Sie begeisterte mit einer beeindruckenden Darbietung, sogar einer getanzten Soloeinlage. Dieses Gesamtkunstwerk aus Musik und Tanz gipfelte in stehenden Ovationen eines restlos begeisterten Publikums.

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