Virtuose Klänge zu einem ganz besonderen Anlass

Von: hl
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Zum 20-jährigen Bestehen der Hückelhovener Vereinigung con brio spielte die Junge Philharmonie Köln unter der Leitung von Volker Hartung in der Hückelhovener Aula. Foto: Günter Passage

Hückelhoven. „Mit Feuer, mit Schwung, lebhaft“: So lautet übersetzt der Name der Freunde der Kammermusik. Dies könnte auch die Überschrift sein zum Festkonzert der Vereinigung con brio, die jetzt ihr 20-jähriges Bestehen in der Aula des Hückelhovener Gymnasiums feierte.

Der Saal war voll besetzt, wie selten bei einem Kammerkonzert, das für gewöhnlich nicht so viele Leute anzieht. Dies war wohl auch dem Besuch der Jungen Philharmonie Köln zu verdanken, die unter dem Titel „Lichter des Nordens – Sterne des Südens“ musizierte.

Vorsitzender Rudolf Lengersdorf dankte in seiner Begrüßung vor allem auch den Sponsoren, die ein solches Konzert erst ermöglicht hätten. Bürgermeister Bernd Jansen lobte den Verein für seine Arbeit mit den hervorragenden Konzerten in den vergangenen 20 Jahren und sagte, die Stadt könne stolz darauf sein.

Die Landtagsabgeordnete und Musikwissenschaftlerin Dr. Ruth Seidl rekapitulierte in ihrer Festrede die Anfänge und die Geschichte von con brio und legte dar, dass das Engagement des Vereins „immer mehr war, als eine Konzertagentur, und dass der persönliche Austausch mit den Musikern über viele Landesgrenzen hinweg ein besonderes Markenzeichen ist“.

Herausragende Talente

Sie hob die gesellschaftliche und politische Bedeutung der Musik hervor, die kulturelle Grenzen überwinden und die Menschen zusammenbringen könne. Und sie stellte die Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule heraus. In der musikalischen Förderung von Kindern und Jugendlichen würden Grundlagen dafür gelegt, Kunst und Kultur wahrzunehmen und auf dieser Grundlage Wirklichkeit zu verarbeiten.

„Musik wirkt auf Kinder bereits lange vor der Geburt. Musikalität gehört gewissermaßen zur menschlichen Grundausstattung“, sagte Seidl. „Es ist sehr mutig, in einer Zeit, in der viele Menschen am Wert der Kultur zweifeln, das Interesse für Kammermusik in der Öffentlichkeit zu wecken. Aber 20 Jahre con brio zeigen: Es ist in Hückelhoven gelungen.“

Ebenso anspruchsvoll wie unterhaltsam war das Konzert mit herausragenden Talenten aus aller Welt, die unter der Leitung ihres erfahrenen Dirigenten Volker Hartung dem begeisternden Publikum bekannte Stücke aus zwei Jahrhunderten klassischer Kammermusik von Grieg, Tschaikowsy, Dvoák, Liszt, Mozart, Bruch, Massenet und Paganini darboten. Die Aufführung erhielt ihren besonderen Reiz durch die drei Geigensolisten Natalia Sergeeva, Olga Volkova, Baptiste Pawlik und den Panflötenspieler Ion Malcoci.

Blumen und Beifall

Letzterer sorgte mit seinem virtuosen und selten gehörten Spiel auf einem der ältesten Instrumente der Musikgeschichte für einen bei Kammerkonzerten ungewöhnlichen Klang.

Blumen, Beifall mit Händen und Füßen und Standing Ovations beendeten ein Konzert, das con brio sicher auch zur Fortsetzung seiner hervorragenden Arbeit ermutigt und ermuntert hatte.

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