Wassenberg - Viele offene Fragen und viele gute Ideen

Viele offene Fragen und viele gute Ideen

Von: Monika Baltes
Letzte Aktualisierung:
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Gesichter des Flüchtlingsnetzwerkes: (v.l.) Irmgard Stieding, Jutta Schwinkendorf und Hans-Joachim Schwabe. Foto: Monika Baltes

Wassenberg. „Schacht 5 united“ braucht Stollenschuhe, das Ladencafé International helfende Hände, der Platz vor der Flüchtlingsunterkunft am Ossenbrucher Weg endlich Licht. Große und kleine Probleme werden bei den regelmäßigen Treffen des Flüchtlings-Netzwerkes Wassenberg besprochen. Etwa 30 Netzwerker haben sich im Campanushaus an der Wassenberger Kreuzkirche versammelt.

Zufrieden blickt Jutta Schwinkendorf auf das erste Arbeitsjahr des Flüchtlingsnetzwerkes zurück. Im September vorigen Jahres waren 70 Flüchtlinge im Stadtgebiet Wassenberg zu betreuen, inzwischen sind es 277.

Rund 80 ehrenamtliche Helfer arbeiten im Flüchtlingsnetzwerk. Umgesetzt wurde die Idee eines Begegnungsraumes. Die Deutsch- und Kommunikationsgruppe bietet hier sechs bis acht Kurse pro Woche an. Das Ladencafé International, die Kleiderkammer des Netzwerkes, hat ihr Domizil im Pfarrheim St. Georg gefunden und wird stark frequentiert.

Die Fußball- und Sport-AG, zu der die Fußballmannschaft „Schacht 5 united“ gehört, wird gerne angenommen. Kinder- und Jugendarbeit, Besuchs- und Begleitdienst, Einzelfall- und Soforthilfe – überall leisten Ehrenamtler wertvolle Hilfe. Mit der Stadt Wassenberg stehe man in regelmäßigen Gesprächen, sogar die Finanzen stehen dank Spenden aus der Bevölkerung auf gesunden Füßen, die Bilanz fällt durchweg positiv aus.

Gemeinsam überlegen die Netzwerker, wie die anstehenden Probleme gelöst werden können. Dabei sind die Fußballschuhe das kleinere Problem, und für die helfenden Hände im Ladencafé International hat Hans-Joachim Schwabe eine gute Idee. Gute Erfahrungen habe er mit dem konkreten Hilfeaufruf in den Wassenberger Kirchen gemacht.

Das Beleuchtungsproblem erweist sich als besonders sperrig. Stockdunkel ist der Parkplatz vor der Flüchtlingsunterkunft derzeit schon am späten Nachmittag, obwohl eine Laterne auf dem Platz steht.

Der Fachbereichsleiter der Stadt Wassenberg, Michael Steckel, erklärt, dass die Straßenlaterne nicht leuchte, weil „die Kabel weg sind“. Eine neue Verstromung sei notwendig, aber dafür müssten Teerdecken aufgerissen werden. Aus der Runde wird eine Freileitung, die von Führungsmasten getragen wird, ins Gespräch gebracht. Michael Steckel verspricht, nach Lösungen zu suchen und Kämmerer Willibert Darius einzuschalten.

Effiziente Abläufe

Um die Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und klare Zuständigkeiten zu schaffen, wird die Festlegung von Bereichen mit entsprechenden Ansprechpartnern beschlossen. Die Fäden werden bei einem Koordinierungsteam zusammenlaufen, das aus Jutta Schwinkendorf, Irmgard Stieding, Jans-Joachim Schwabe, Judith Liebens, Susanne Schwab und Lucas Thüring besteht.

Einen kompletten Überblick über die Arbeit des Flüchtlingsnetzwerkes bietet die neue Homepage. Dort werden Informationen für Flüchtlinge, Interessierte und Mitglieder des Netzwerkes bereitgestellt und regelmäßig aktualisiert.

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