Viele Ideen für den Forckenbeck-Park

Von: Daniel Gerhards
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Das Judenbruch soll attraktiver werden: Wenn der Wasserverband Eifel-Rur ein zweites Rückhaltebecken gebaut hat, kann die Stadt Wassenberg das Areal aufwerten. Fotos (2): Daniel Gerhards Foto: Daniel Gerhards
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Neben heimischen Gehölzen sollen im „Waldpark“ auch exotische Baumarten gepflanzt werden. Ganz nach dem Vorbild Forckenbecks.

Wassenberg. Die Stadtverwaltung hat einiges vor mit dem Judenbruch, dem Waldstück zwischen Tante Lucie und Alt Holland. Es soll attraktiver für Besucher und biologisch wertvoller werden. Bevor die Stadt ihre Pläne umsetzen kann, muss der Wasserverband Eifel-Rur nahe Alt Holland erst einmal ein weiteres Regenrückhaltebecken bauen. Die Vorarbeiten dazu beginnen nun.

Der Wasserverband verfügt bereits über ein unterirdisches Regenrückhaltebecken nahe der Bundesstraße 221. Nun soll ein zweites, ebenfalls unterirdisches Becken hinzukommen. Der Verband teilt dazu mit, dass solche Regenrückhaltebecken dazu dienten, bei starkem Regen große Mischwassermengen aufzufangen, bevor sie in Kanalisation und danach in eine Kläranlage geleitet werden. Im Mischwasser ist sowohl Regenwasser als auch Abwasser zum Beispiel von privaten Haushalten enthalten.

So weit, so gut. Wenn aber mehr Wasser ankommt, als das Becken fassen kann, wird das überschüssige Wasser in das nächste natürliche Gewässer geleitet. In diesem Fall in die Teiche im Judenbruch beziehungsweise in den Gasthausbach. „Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie zur Wiederherstellung eines guten ökologischen Zustands der Fließgewässer machen es nun erforderlich, die Einleitmenge zu verringern“, teilt Marcus Seiler, Sprecher des Wasserverbandes mit.

Das neue unterirdische Stahlbetonbecken soll demnach ein Rückhaltevolumen von 2750 Kubikmetern haben. „Zusätzlich wird ein neuer Ablaufkanal gelegt, der das Überlaufwasser weiter unten in den Bach leitet“, so Seiler. Die eigentlichen Bauarbeiten für das Becken sollen im Mai beginnen, der Verband geht von einer Bauzeit von einem Jahr aus, und die Kosten sollen bei rund 3,5 Millionen Euro liegen.

Ein wichtiger Effekt für die Stadt: Die Wasserqualität in den Teichen und dem Bach im einst von Oskar von Forckenbeck angelegten Park soll steigen. Und die Gewässer sollen eine wichtige Rolle im geplanten „Waldpark der Stadt“ spielen, wie ihn Kämmerer Willibert Darius bezeichnet.

Der Stadt geht es darum, den historischen Forckenbeck-Park, der aus dem Moor- und Sumpfgebiet Judenbruch entstanden ist, in Sachen Tourismus und Naherholung weiterzuentwickeln. Der „Waldpark“, der den Charakter eines Waldes behalten soll, soll sich an die Gartenachse angliedern und füge sich auch an das geplante Naturparktor des Naturparks Maas-Schwalm-Nette am Pontorsonplatz an, heißt es im Vorbericht zur städtischen Haushaltssatzung, in dem das Thema seitens der Verwaltung dargestellt wird.

Geplant sind unter anderem ein Waldlehrpfad, torartige Zugänge zum Beispiel mit Mammutbäumen, Stege über die Gewässer und sogenannte Wasserblickstationen. Der Idee Forckenbecks folgend, sollen neben heimischen Baumarten auch für unsere Gefilde exotische Gehölze angepflanzt werden: zum Beispiel Tulpen-, Ginko- und Maulbeerbäume, Blumeneschen, Zypressen und Spanische Pappeln.

Dank Forckenbecks Pflanzungen, die von der französischen Park- und Gartenkultur inspiriert waren, gibt es in Wassenberg schon eine große Vielfalt von Baumarten. Zum Beispiel im Judenbruch oder in Küsters Garten zwischen Gondelweiher und Burg. Der Wassenberger Heimatverein hat an vielen Bäumen Hinweisschilder angebracht, die zeigen, um welche Baumart es sich handelt.

Die Stadt Wassenberg orientiert sich mit diesem Plan weiter an ihrem Ziel, sich in Richtung Kultur, Genuss und Tourismus auszurichten.

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